Urlaubsreporter auf Barbados: Gabi und Klaus

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Gabi und Klaus genießen den Ausblick.

Rumkommen – das hatte für Gabi (46) und Klaus Hörmann (50) auf Barbados eine besondere Bedeutung. Jetzt verraten sie, wo die sehenswertesten Ecken von Barbados sind.

Rumkommen – das hatte für Gabi (46) und Klaus Hörmann (50) auf Barbados eine besondere Bedeutung. Denn bei ihren Erkundungen mit Ruel und Neville, zwei waschechten Bajans, musste der eine oder andere Rumpunsch verkostet werden. Aufgabe der Hauswirtschaftsleiterin aus Uffing am Staffelsee und des Polizei-Hundeführers war es, die sehenswertesten Ecken von Barbados ausfindig zu machen. Protokoll einer Inseltour für Insider:

Am Morgen steht Ruel mit seinem Land Rover vor unserem Hotel Crystal Cove und holt uns zur Safaritour ab. Wir nehmen auf der Ladefläche Platz. Sitze mit Beckengurt vermitteln Sicherheit. Ruel setzt sich ein Headset auf und versorgt uns mit „a lot of informations“ während der Fahrt. Sein Fahrstil ist eher sportlich, sorgt aber für belebenden Fahrtwind.

So schön war Barbados: Die Bilder der Urlaubsreporter

So schön war Barbados: Die Bilder der Urlaubsreporter

Erst mal geht’s auf dem Highway 1 entlang der Westküste. Hier ist es richtig teuer und Elton John oder Tiger Woods mieten sich mal schnell ein ganzes Hotel. Das Sandy Lane wird gerne von den Royals genutzt. Aber: Strände sind alle frei zugänglich!

Vorbei an der St. James Parish Church (älteste Kirchenglocke der Insel von 1669) fahren wir in Richtung Parishment St. Peter. Zur Erklärung: Parishments (es gibt elf auf der Insel) sind so eine Art Landkreis, nur viel kleiner.

Stop in Speightstown (früherer Frachthafen für Zuckerrohr), Ruel versorgt uns mit Rumpunsch auf Eis und nach kurzer Einweisung, wie wir das Getränk während der Fahrt nicht verschütten, geht’s weiter an die Nordostküste. Normalerweise donnern hier die Brecher an die Klippen. Bei unserem Besuch zeigt sich der Atlantik zahm. Nach kurzer Stärkung (Rumpunsch) fahren wir weiter zur Morgan Lewis Windmill, der einzigen noch funktionierenden Windmühle der Insel.

Nächste Station: der Barclays Park. Kilometerlange Strandspaziergänge kann hier machen. Aber niemals sollte man auf der atlantischen Seite schwimmen, sagt Ruel. Auf meine Frage, was denn die Schwimmer da draußen zu suchen hätten, antwortet er mit einem Schulterzucken: „Locals“. Offensichtlich unterscheidet die Strömung zwischen Einheimischen und Touristen. Kurze flüssige Stärkung – Sie wissen schon!

Dann ein Abstecher in den Urwald, Gurte festzurren, Getränke wie erlernt festhalten, Bumps ahead. Nächster Stop: Hackleton’s Cliff. Die Aussicht ist atemberaubend. Viele Bilder werden geschossen, während Ruel einen bekömmlichen Drink vorbereitet…

Benommen (von der Aussicht) fahren wir zum Sunbury Plantation House. Ein gewaltiger Baum, von dem Luftwurzeln herabhängen, spendet Schatten. Wir erfahren, dass dieseBäumevondenportugiesischen Seefahrern Bartbäume genannt wurden, woraus sich später der Inselname Barbados ableitete.

Palmen und weißer Strand: Das Urlaubsparadies Barbados

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Anderntags sind wir mit Neville unterwegs, der uns viel Insider-Wissen vermittelt. 20 000 Engländer leben auf der Insel, es gibt 400 Kirchen. Cricket ist der Nationalsport und Haiöl hilft gegen zu hohen Cholesterinspiegel. Neville schwört drauf.

Wir landen am North Point in der Animal Flower Cave. Eine steile Treppe führt hinab in ein Loch von erstaunlichen Ausmaßen. Die Höhleneingänge münden in den Atlantik. Im Park von Farley Hill fällt uns die Ruine eines Herrenhauses auf. Es sei dem Buckingham Palace nachempfunden, erklärt Neville. In den 50er Jahren wurde hier der Film „Island in the sun“ mit Harry Belafonte gedreht. Richtig schön ist es hier, Mahagonibäume und Palmen spenden Schatten. Ein Rundweg führt durch den Park.

Unser nächstes Ziel ist der Andromeda Botanical Gardens oberhalb der Tent Bay. Seine Gründerin hatte aus 30 tropischen Ländern Pflanzen gesammelt und hier angebaut. Was im heimischen Blumentopf dahinkümmert, wächst uns hier sprichwörtlich über den Kopf. Der Park gehört uns allein (Nebensaison!). Und wer Glück hat trifft auch noch auf „Dr. Bubi“, so nennen die Bajans die Kolibris.

Als wir schließlich in Bridgetown ankommen, dämmert es bereits. Wir parken am Constitution River und gehen über die Chamberlain Bridge, in Sichtweite die Charles Duncan O’Neil Bridge. Die Brücken sind maßgeblich an der Namensgebung der Inselhauptstadt beteiligt: Bridgetown. Auf dem Parliament Building weht die Nationalflagge und vermittelt einmal mehr den Eindruck, als ob das hier Klein- London in der Karibik wäre. Unsere Highlights für diese außergewöhnliche Insel:

Die Bayans selbst: Die Menschen begegneten uns mit einer lockeren Freundlichkeit.

Die Stimmung: Wolfgang Ambros singt: „... und nix is von Belang, ois wia a wunderschöner Sonnenuntergang...“ Ob er Barbados meint?

Die Nordküste: Hier kann der Atlantik seine raue Seite zeigen. Im Februar sieht man mit etwas Glück Buckelwale!

Der Andromeda Botanical Gardens: Drei Stunden einplanen!

Farley Hill Park: Alte Mahagonibäume und eine tolle Ruine.

The Round House: Schönes Lokal mit Meerblick.

Hackleton’s Cliff mit toller Aussicht.

Sunbury Plantation House: Jetzt Ausflugslokal mit schönem Park.

Die Tierwelt: Es werden überall Schildkrötencruises angeboten. Wer wie wir Glück hat, kann auch die halbwilden Inselaffen aus nächster Nähe beobachten. Unser Lieblingstier: Dr. Bubi, der Kolibri.

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