Schnelles Handeln ist erforderlich

Schiffsarzt verrät, was an Bord geschieht, wenn diese ekelhafte Sache passiert

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Schiffsärzte müssen schnell handeln und die Crew einweisen, wenn Krankheiten an Bord ausbrechen.

Auf einem Kreuzfahrtschiff tummeln sich teilweise bis zu tausende Passagiere. Das kann brenzlig werden - vor allem, wenn Krankheiten an Bord ausbrechen.

Kreuzfahrtschiffe bieten jeglichen Komfort und Service, oftmals sind sie schwimmende Luxushotels, auf denen tausende Passagiere Platz haben. Doch das so viele Menschen auf engstem Raum für Tage oder Wochen zusammenkommen, kann ihnen auch schnell zum Verhängnis werden, wenn man dem Schiffsarzt Ben MacFarlane glauben mag. Besonders dann, wenn Krankheiten ausbrechen.

Norovirus & Co.: Das muss die Crew leisten, wenn gefährliche Krankheiten an Bord ausbrechen

So hat dieser nun gegenüber dem britischen Express verraten, was die Crew alles tun muss, damit dies nicht geschieht bzw. was sie im Notfall alles leisten muss, um diese wieder einzudämmen. So erklärt er, dass dann schnelles Handeln gefragt ist. Ansonsten geht der Kreuzfahrtgesellschaft viel Geld flöten. So geschehen an Bord der Royal Caribbean Cruise im vergangenen Januar, bei der sich 500 Passagiere mit dem Norovirus infiziert hatten. Am Ende musste die Kreuzfahrt vorzeitig abgebrochen werden und viele der Reisenden wollten ihr Geld zurück.

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Um das Ausbreiten von Krankheiten zu verhindern, werden an Bord, sobald das Schiff einen Hafen verlässt, spezielle Vorkehrungen getroffen. "Wenn weniger als 24 Stunden (…) vergangen sind, sind wir immer noch in Alarmbereitschaft wegen der Viren. Sollte es der Fall sein, dass sie vom Land mit an Bord getragen worden sind, gibt es strenge Abläufe. Dann gehen wir nochmal unsere Protokolle und Maßnahmen durch, checken diese auch noch Wochen später. Ist die Gefahr allerdings zu groß, machen wir das Schiff dicht", enthüllt der Schiffsarzt.

Putzen, Händewaschen und Quarantäne: Diese Vorkehrungen an Bord haben es in sich

"Bei Alarmstufe Rot spielt eigentlich fast jedes der 1.000 Crew-Mitglieder eine Rolle, um die Krankheit zurückzudrängen. Und wenn es auch nur bedeutet, sich stündlich mehrmals die Hände zu waschen." Zudem würden ganze Teams im gesamten Schiff "ausschwirren", um es von oben bis unten zu reinigen. "Jede Oberfläche, die jemals berührt wurde, wird in dem Moment desinfiziert, an dem die letzte Person damit in Kontakt gekommen ist. Die Reinigungs-Crew folgt den Passagieren praktisch durchs ganze Schiff, um alles abzuwischen, was sie anfassen." Allerdings können letztere sogar in ihren Kabinen unter Quarantäne gestellt werden. Zudem hat die Crew die Befugnis, ganze Decks dicht zu machen. 

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Diese Vorkehrungen seien zwar "anstrengend", so der Schiffsarzt, aber notwendig. Schließlich könne man sich mit dem sehr gefährlichen Norovirus durch Tröpfchenübertragung bei infizierten Personen, durch verunreinigtes Essen oder Wasser sowie durch das Berühren von verunreinigten Oberflächen zuziehen. Der Virus löst dann eine Entzündung der Magenschleimhaut aus, die sich durch typische Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall sowie Erbrechen bemerkbar macht.

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jp

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