Vorsicht, Urlauber-Falle!

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Traumurlaub Thailand

Bangkok -  Aus dem Traumurlaub wird ein Albtraum, wenn Kriminelle mit fiesen Tricks Reisende abzocken, meistens schnell und unerwartet. Wo man auf der Hut sein muss und was man tun kann um sich zu schützen!

Tatort Bangkok. Eine Touristin bummelt auf dem Suvarnabhumi International Airport vor ihrem Abflug noch ein wenig im Dutyfree- Shop. Beim Verlassen wird sie angehalten und des Ladendiebstahls beschuldigt. Die angeblich gestohlene Ware wird zwar nicht bei der Frau gefunden, sie wird aber zur Polizei gebracht und über Nacht festgehalten. Ein Übersetzer erklärt ihr, dass ein monatelanger Prozess drohe, er aber erwirken könnte, dass sie sofort freigelassen werde – gegen eine Kaution von umgerechnet knapp 10 000 Euro. Die Frau zahlt und kommt frei. Aus Mangel an Beweisen, sagt die Polizei und weiß angeblich nichts von einer Kaution.

Den deutschen Behörden sind solche Fälle bekannt, bei denen – teilweise unter Mithilfe korrupter Polizeibeamter – Touristen Bagatelldelikte unterstellt werden, um danach Geld zu erpressen. Sie raten dringend, sofort Kontakt mit der Botschaft in Bangkok aufzunehmen (Tel. 0066/2/287 90 00, Bereitschaftsdienst Tel. 0066/81/ 845 62 24). Man kann sich auch an die Touristenpolizei (Tel. 1155, www.thaitouristpolice.com) oder die Tourism Authority of Thailand (Tel. 0066/76/21 10 36) wenden. Aber nicht nur auf dem Flughafen in Fernost lauern Abzock-Fallen – hier die gemeinsten Tricks der Gauner:

Auf Nummer sicher gehen:

Wenn im Ausland die Geld- oder Kreditkarte verloren oder gestohlen wurde, muss man sie sofort sperren lassen: für Maestro-Karten (ehemals ec) unter der Nummer 0049/1805/02 10 21 oder unter 0049/11 61 16, für Master Card unter 001/636/722 71 11 und für Visa unter 001/410/581 99 94. Weitere Infos im Internet unter www.kartensicherheit.de.

Der Trick mit der Impfung

Von der bulgarischen Grenze werden Betrügereien mit angeblich nicht mehr gültigen Kurzzeit- Vignetten gemeldet. Außerdem wurden Bescheinigungen über eine Impfung gegen die Schweinegrippe verlangt. Im Internet kann unter www.mfa.bg/berlin eine Bescheinigung der bulgarischen Botschaft in Deutschland heruntergeladen werden, dass keine Impfpflicht besteht. Es könnte helfen, den Vorgesetzten sprechen zu wollen oder die deutsche Botschaft in Sofia unter Tel. 00359/2/91 83 80 anzurufen. Im Zweifelsfall sollte man aber vor Ort zahlen, sich Namen und Dienstnummer merken und später bei der bulgarischen Botschaft in Berlin (Tel. 030/201 09 22 bzw. 0176/12 29 91 90) reklamieren.

Wucherpreise im Taxi

Der beste Schutz gegen Nepp ist, die Strecke und die ortsüblichen Preise zu kennen – und dies dem Fahrer klarzumachen. Dann kommt der nicht in Versuchung, Umwege zu fahren oder Wucherpreise zu verlangen. Auch wer vor der Fahrt einen Fixpreis aushandelt, erspart sich spätere Diskussionen. Erfundene Ferienwohnung Die für viel – bereits im Voraus bezahltes – Geld im Internet gebuchte Traumvilla gibt es gar nicht? Solche böse Überraschungen vermeidet man, wenn man darauf achtet, dass Name, Adresse und Telefonnummer des Vermieters (idealerweise auch noch die Steuernummer) angegeben sind. Per Internet-Recherche sowie über Google Earth kann man diese Angaben und die Existenz der Immobilie selbst überprüfen.

Tankstellen-Abzocke

Aufpassen muss man, dass die Spritpreise an der Zapfsäule auch mit denen auf der Werbetafel an der Straße übereinstimmen, dass an der Kasse kein zu hoher Betrag verlangt wird, dass nicht bei drängelnden Kunden das Wechselgeld verschwindet oder einem eine falsche Kreditkarte untergejubelt wird und die echte eingezogen wird. Hier gilt: Schauen Sie genau auf die angegebenen Preise, merken Sie sich den zu zahlenden Betrag und die Nummer der Zapfsäule und seien Sie wachsam beim Bezahlen.

Der Reifenpannen-Trick

Höchste Vorsicht ist angebracht, wenn im Ausland andere Autofahrer auf einen Reifenschaden oder einen Defekt am Auto hinweisen und unbedingt helfen wollen. Hinter den netten Helfern verbergen sich leider zu oft Kriminelle, die die Aufregung nutzen, um aus dem Wagen Wertsachen klauen. Bei einer Reparatur darum das Auto verschließen oder gleich bis zum nächsten sicheren Ort (Tankstelle, Rastplatz) weiterfahren – das geht auch mit plattem Reifen.

Geldumtausch-Betrug

Wenn Sie nicht bereits zu Hause Devisen besorgen, sollten sie sich über die aktuell gültige Währung im Reiseland informieren und vor Ort nur an offiziellen Stellen umtauschen. So schützen Sie sich davor, bei dubiosen Geldwechslern ungültige Scheine untergejubelt zu bekommen. Dort drohen auch Taschenspielertricks.

Volker Pfau

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