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Mallorca-Urlaub: Bleiben Strände dieses Wochenende geschlossen? 

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Von: Franziska Kaindl

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Auf Mallorca bahnt sich für einige Strände mitten im Juli ein Badeverbot an. Denn: Rettungsschwimmer drohen mit einem Streik.

Mallorca ist nicht nur für den Ballermann bekannt, sondern auch ein beliebtes Urlaubsziel für Strand, Sonne und Meer. Anstatt im Wasser zu plantschen, kann es jedoch sein, dass sich Touristen demnächst eine alternative Beschäftigung auf der Baleareninsel suchen müssen. Denn ausgerechnet mitten in der Sommersaison droht ein Badeverbot an allen Stadtstränden rund um Palma de Mallorca sowie an der Playa de Palma. Der Grund? Die Rettungsschwimmer wollen am 16. Juli streiken – und ohne Rettungsschwimmer ist kein Badebetrieb möglich.

Rettungsschwimmer am Strand in Playa de Palma auf der Insel Mallorca.
Die Rettungsschwimmer im Stadtgebiet Palma wollen am 16. Juli die Arbeit niederlegen. © Chris Emil Janßen/Imago

Rettungsschwimmer in Palma rufen zum Streik auf: Kommt nun ein Badeverbot auf Mallorca?

Einen Streik konnten die Rettungsschwimmer bisher kaum durchführen, da es eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestbesetzung für die Überwachung von Stränden gibt. Bei gleichzeitigem Personalmangel war es so fast keinem Rettungsschwimmer möglich, seine Arbeit niederzulegen. Nun wollen sie sich jedoch darüber hinwegsetzen und bessere Arbeitsbedingungen einfordern, wie die Mallorca Zeitung berichtet. Die Ankündigung dazu gab es bereits am Donnerstag (30.6.) durch den Sprecher der Rettungsschwimmer-Gewerkschaft Unión de Socorristas de Mallorca, Christian Melogno.

Mallorca: Was fordern die Rettungsschwimmer?

Zu den Hauptkritikpunkten gehören unter anderem der geringe Arbeitslohn – laut der spanischen Zeitung Ultima Hora verdienen die Rettungsschwimmer im Durchschnitt 1.000 Euro im Monat bei Arbeitszeiten von zehn bis 19 Uhr. Außerdem bemängeln die Rettungskräfte fehlende Mitarbeiter und zu kurze Überwachungszeiten an den Stränden. Aktuell trage ein einzelner Rettungsschwimmer die Verantwortung für rund 2.500 Badegäste. Daher fordert die Gewerkschaft eine Ausweitung der Überwachungszeiten von acht bis 20 Uhr sowie mehr Personal, auf das die Aufgaben aufgeteilt werden könnten.

Für den Streik haben die Rettungsschwimmer den 16. Juli anvisiert – es sei denn, es kommt zuvor noch zu einer Einigung zwischen den Vertretern der Traditionsgewerkschaften UGT und CCOO, die mit dem verantwortlichen Unternehmen „Emergències Setmil“ an den Tisch treten. Dieses wurde vom Rathaus von Palma de Mallorca beauftragt, sich um die Strandüberwachung im Stadtgebiet Palma zu kümmern. Die Gewerkschaft Unión de Socorristas de Mallorca, die erst im letzten Jahr gegründet wurde und zu dem Streik aufruft, wird an den Verhandlungen nicht teilnehmen, so die Mallorca Zeitung. (fk)

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