Schiffsbegriff

Makaber oder harmlos? Diese Funktion haben "Leichenfänger" auf Schiffen

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Auf Segelschiffen kommt oft der "Leichenfänger" zum Einsatz.

Leichenfänger? Ja, Sie haben richtig gelesen. Der Begriff kommt in der Schifffahrt vor. Was damit genau gemeint ist und woher das Wort stammt, lesen Sie hier.

Backbord und Steuerbord sind den meisten Menschen, die nicht viel mit Schifffahrt oder Segeln zu tun haben, geläufig. Doch es gibt Begriffe, über die sich derjenige, der nicht weiß, was gemeint ist, wohl eher wundern wird. So etwa der Leichenfänger.

"Leichenfänger": Das steckt hinter dem Wort

Ein Leichenfänger ist auf Segelschiffen der Begriff für ein grobmaschiges Sicherheitsnetz. Dieses Netz wird an der Seite des Schiffes gespannt, wenn der Seegang rauer wird. Es soll verhindern, dass Menschen durch das Hin- und Herschaukeln des Schiffes über Bord gehen.

Bei schwerem Seegang oder starker Krängung, also starker Neigung des Schiffes zur Seite, kann es leicht passieren, dass Menschen ins Wanken geraten. Der Leichenfänger soll sie davor bewahren, denn durch ihn wird die Reling erhöht und damit das Risiko des Über-Bord-Gehens verringert.

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Bei Sturm oder starkem Wind werden also die Netze an der Reling aufgespannt, genauer gesagt zwischen den Wanten oberhalb der Schanz. Doch warum heißt es "Leichenfänger"? 

Ganz einfach: Der Begriff hat nichts mit der Bedeutung der Leiche zu tun, wie wir sie kennen. Das Wort "Leiche" bezeichnete im Mittelhochdeutschen schlicht und ergreifend den menschlichen Körper oder Leib, damals noch "lîch" genannt. Schnell wurde das Wort für den toten Körper verwendet - damit Menschen (Leiche = Körper) aufgefangen werden und nicht über Bord gehen.

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sca

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