Souvenirs aus dem Urlaub

Käse im Koffer stinkt dem Zoll

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Käse im Koffer: Strenge Zollvorschriften bei essbaren Souvenirs

Wiesbaden - Serrano-Schinken aus Spanien: ja, Dörrfleisch aus den USA: nein. Kulinarische Spezialitäten sind beliebte Urlaubsmitbringsel. Doch beim Zoll können sie für Probleme sorgen.

Fleisch, Wurst, Käse, Milch und Eier

Selbst bei kleinen Mengen herrschen bei der Einreise aus Ländern, die nicht zur Europäischen Union (EU) gehören strenge Einfuhrkontrollen.

Reisende aus den USA, Asien und Afrika dürfen weder Wurst noch Käse im Gepäck haben. "Komplett verboten sind Geflügelprodukte inklusive Eier. Die gehen auch nicht als Reiseproviant durch", sagt Dr. Andreas Hasse, Rechtsexperte beim Infocenter der R+V Versicherung.

Dafür sind jedoch Fisch und Krustentiere sowie bestimmte Süßwaren erlaubt. Dazu gehören Bonbons, Kekse und Schokolade - Lebensmittel, die wenig Milch oder Sahne enthalten. Auch Säuglingsnahrung darf mit an Bord.

Kartoffeln

Die Einfuhr von Kartoffeln, auch in geringen Mengen, ist im Reiseverkehr wegen der Gefahr der Verbreitung der bakteriellen Ringfäule grundsätzlich verboten.

Wer gegen die Bestimmungen verstößt, muss damit rechnen, die Lebensmittel auf eigene Kosten vernichten zu lassen. Grund für die strikten Kontrollen ist der Schutz vor übertragbaren Tierseuchen.

Reisesouvenirs zollfrei bei einem Warenwert bis 430 Euro

Zollfrei ist bei Flugreisen ein Warenwert bei der Einreise bis maximal 430 Euro, wenn sie für den eigenen Verbrauch gedacht sind oder als Geschenk.

Innerhalb der EU

Europaurlauber können bei der Einreise mit Lebensmitteln entspannter sein. Auch hier gelten teilweise Obergrenzen, doch die sind weiter gefasst: Darf aus dem Urlaub außerhalb Europas beispielsweise nur ein Liter Schnaps oder Rum mitgebracht werden, sind es innerhalb der EU zehn Liter.

Mehr Infos finden Sie unter www.zoll.de

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