Einmal Europa und zurück

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Große Freiheit: Vor allem jüngere Reisende nutzen den Interrail-Pass, um Europas Städte zu entdecken.

In den Zug setzen, losfahren. Bleiben, wo man will, weiterziehen, wann man will: Dafür steht Interrail. Wer mit dem Bahnticket reist, ist flexibel, sieht viel und lernt jede Menge Leute kennen.

Aber die reine Erholung ist der Urlaub nicht. Alle Infos für den Trip und Tipps von Experten:

Gültigkeit des Tickets

Das Interrail-Ticket gibt es als One Country Pass für ein einzelnes oder als Global Pass für 30 Länder in Europa. Der Global Pass kann mit Gültigkeit für bestimmte Tage (5 in 10 oder 10 in 22) oder mit einer pauschalen Gültigkeit von 22 Tagen bzw. einem Monat gekauft werden. Das Interrail-Ticket gilt nicht im Wohnsitzland. Für die Fahrt bis zur Grenze muss ein Extra-Ticket gekauft werden. Auch bei einem One Country Pass, etwa für Spanien, kostet die Anreise extra. Interrailer bekommen aber 25 Prozent Ermäßigung, erklärt ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin.

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Für etliche Züge – meist Nacht- oder Schnellzüge – fallen Zuschläge an. Für welche Züge das gilt, steht in der DBBroschüre „InterRail. Freie Bahn in ganz Europa“. Wer eisern sparen will und Nebenkosten vermeiden, kann Schnellstrecken häufig durch Bummelzüge ersetzen. Aber die brauchen länger und fahren seltener.

Kosten nach Alter

War das Interrail-Ticket bisher hauptsächlich auf die Bedürfnisse jugendlicher Reisender zugeschnitten, so gilt es inzwischen auch für Erwachsene, allerdings mit unterschiedlichen Preiskategorien. So zahlt ein Reisender bis 25 Jahre zum Beispiel für den Ein-Monat- Global Pass für ganz Europa 399 Euro, ab 26 Jahre 599 Euro und für Senioren ab 60 Jahre kostet der Pass 539 Euro.

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Die richtige Planung

In 22Tagen Interrail sind laut Peter Freisberg, Betreiber des Portals Interrail.net, durchaus zehn Städte drin. Wer sich nicht stressen will, sollte aber Pausen einplanen. „Drei, vier Tage Auszeit in der Mitte rentieren sich. Die erste Erschöpfung kommt nach einer Woche.“ Bewährt habe sich: Drei Tage Aufenthalt am ersten Ziel und drei am Ende, zum Beispiel am Strand.

Die ideale Städtefolge

Die typische Interrail-Tour führt über Amsterdam, Paris und Barcelona nach Italien und zurück über Österreich, erzählt Peter Freisberg. Doch Städte wie Paris sind teuer, und in Südeuropa wird es im Sommer in Zügen und Hostels voll. Deshalb rät er Interrail-Einsteigern zum Osten. Eine möglicheTour: Berlin, Prag, Krakau, Wien, Budapest, ans Meer in Kroatien und über Italien zurück.

Ohne Reservierung geht oft nichts

Plätze in Nachtzügen sollten auf beliebteren Strecken zwei bis drei Tage imVoraus reserviert werden, rät Freisberg. Am besten erledigt man das gleich nach der Ankunft am Bahnhof für die Weiterfahrt.

Zimmer am besten vorausbuchen

Für große Städte sollte man das Zimmer am besten schon vorher von einem Internetcafé aus reservieren.

Wohin mit dem Gepäck?

An großen Bahnhöfen gibt es Schließfächer oder eine Gepäckaufbewahrung. Doch die können in der Hochsaison voll sein. Dann sollte man im Hostel fragen, ob man dort sein Gepäck unterstellen darf. Wolfgang Klein, Autor des Reiseführers „Preiswertdurch Europa“, hat sich nach der Ankunft am Bahnhof häufig erst mal in eine Bar gesetzt. „Meist konnte ich den Rucksack beim Wirt hinter dem Tresen ablegen.“

Sicherheit beim Reisen

Geld und Reisepass trägt man besser am Körper. Viele Hostels bieten Schließfächer an. Autor Klein rät außerdem, ein Glöckchen am Reißverschluss des Rucksacks zu befestigen. Fingert ein Fremder an ihm herum, bekommt man das eher mit. Peter Freisberg empfehlt außerdem ein Fahrradschloss, mit dem der Rucksack im Zug gesichert werden kann.

Infos: www.interrail.net; www.interrailnet.com

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