Reisen 2021

Urlaub während der Corona-Pandemie: Könnte so das Reisen der Zukunft aussehen?

Eine Maske liegt an einem Strand verknüllt im Sand.
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Auch wenn das Reisen bald wieder möglich sein sollte, wird es vermutlich anders ablaufen als zuvor.

Trotz vorhandener Impfstoffe wird sich das Reisen in Zukunft anders gestalten, als wir es gewohnt sind. Wie genau, zeigt nun ein Papier des Deutschen Reiseverbands.

Wer aktuell verreisen möchte, hat es nicht leicht: Reisewarnungen, Einreise-Beschränkungen und Quarantäne-Maßnahmen machen aus einem entspannten Urlaub eine komplizierte Angelegenheit – obendrein warnt die Bundesregierung vor tagestouristischen Ausflügen und Urlaub ins Ausland. Dennoch möchte die Mehrheit der Deutschen am liebsten noch vor Juli wieder Reisen* – oder vielleicht gar schon an Ostern. Klar ist: Das Coronavirus wird uns noch eine Weile begleiten und sowohl Impfungen als auch Tests werden in der Zukunft eine große Rolle spielen, um den Tourismus wieder anzukurbeln. Einen genauen Plan dazu, wie sicheres Reisen in Zeiten der Corona-Pandemie aussehen könnte, hat nun auch der Reiseverband (DRV) vorgelegt.

Corona-Pandemie: Normales Reisen muss voraussichtlich warten

Das 8-Punkte-Papier für den „Restart der Reisewirtschaft“ basiert auf der Annahme, dass wir trotz der vorhandenen Impfstoffe noch lange mit dem Coronavirus leben müssen, heißt es in einer Pressemitteilung des DRV. „Im Mittelpunkt der politischen Überlegungen müssen daher Strategien stehen, die es ermöglichen, Freiheitsbeschränkungen verantwortungsvoll zurückzunehmen und internationale Mobilität wieder schrittweise zu ermöglichen“, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Die bisherigen Maßnahmen, Grenzen zu schließen, die Mobilität auf einen kleinen Radius einzuschränken, Reisen zu erschweren oder Staaten unter Lockdown zu stellen, sorgt aus Sicht des Verbandes für erhebliche wirtschaftliche Schäden und schränkt die Grundrechte der Menschen ein.

Das Reisen der Zukunft? Diese Maßnahmen sieht der DRV in der Corona-Pandemie als erforderlich

Darum hat der DRV Strategien entwickelt, die den Tourismus wieder ankurbeln sollen: Unter anderem sieht der Verband die systematische Testung von Einreisenden nach Deutschland als unerlässlich – gleichzeitig muss sie unkomplizierter gestaltet werden. Für Reisende, die aus einem Risikogebiet, aber nicht aus einem Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet kommen, sollte aus Sicht des DRV ein negativer Test ausreichen. Die Quarantänepflicht sei nachweislich nicht zu kontrollieren und würde die Gesundheitsämter unverhältnismäßig belasten. Gleichzeitig fordert der Verband die zeitnahe Bereitstellung von Speichel- oder Gurgeltests, die selbst vorgenommen werden können, um die Laborkapazitäten zu entlasten.

Vonseiten der Politik will die Reise-Branche mehr Unterstützung: Es soll deutlich gemacht werden, dass sicheres Reisen unter Einhaltung des Infektionsschutzes möglich ist. So hat erst vor Kurzem das Robert Koch-Institut eine Studie präsentiert, die darlegt, dass die klassische Urlaubsreise nicht zu den Treibern der Pandemie gehört. Generell von Reisen abzuraten, sei nicht hilfreich. Stattdessen sollte ein umsichtiges und verantwortungsvolles Reisen in den Mittelpunkt rücken.

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Die Reisewirtschaft selbst habe umfangreiche Infektionsschutzkonzepte erarbeitet, die konsequent umgesetzt werden. Dazu gehört eine Maskenpflicht und der Mindestabstand zu anderen Menschen. Verstöße von Reisenden sollten aus sich des DRV von Behörden und Unternehmen konsequent geahndet werden. Zusätzlich werden den Reisenden nun flexiblere Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeiten geboten, um die Planung unkomplizierter zu gestalten.

Auch das Thema Impfen spielt für den Tourismus eine große Rolle: Der DRV will einen Impfnachweis in standardisierter und digitaler Form, damit er international anerkannt wird und leichter im Tourismussektor zu integrieren ist. Schon jetzt erlauben Länder wie Island, Estland oder Polen wieder eine Einreise ohne Quarantäne, wenn Betroffene eine Impfnachweis vorlegen können. Die EU selbst hat die Diskussion um einen europaweiten Impfpass zuletzt vertagt, weil noch nicht klar ist, ob Geimpfte tatsächlich niemanden mehr anstecken können. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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