Reif für die Insel

Urlaubsreif? Diese Zeichen verraten, dass Sie überarbeitet sind

Am Strand liegen statt am Schreibtisch zu schwitzen - davon träumen zur Urlaubszeit viele. Damit Arbeitsdruck und Stress nicht im Burnout enden, sollten Sie auf diese Zeichen achten - und sich rechtzeitig in den Urlaub verabschieden:

Wenn der Wecker klingelt drücken Sie lieber fünfmal auf Snooze, statt aufzustehen? Wer morgens trotz genügend Schlaf nicht mehr aus den Federn kommt, sollte sich eine Auszeit gönnen.

Statt Brainstorming ist bei Ihnen eher Leere im Kopf angesagt, Ihnen kommen einfach keine kreativen Ideen? Eine finnische Studie zeigt, dass ein Urlaub die Gedanken wieder in Schwung bringt und für originelle Ideen sorgt.

Ein weiteres Zeichen, dass Sie eine Auszeit brauchen: Sie denken andauernd daran, was Sie noch alles erledigen müssen und sind frustriert, wenn Ihnen jemand Ihre wertvolle Zeit stiehlt. 

Sie müssen alles zweimal lesen, um den Sinn zu verstehen, die Buchstaben tanzen vor Ihren Augen. Wer sich nicht mehr konzentrieren kann macht auch zwangsläufig... 

...mehr Flüchtigkeitsfehler. Sei es der verschüttete Kaffee, Rechtschreibfehler oder ein vergessener Termin. Passieren diese Fehler gehäuft, nehmen Sie sich besser ein paar Tage frei. 

WhatsApp statt Quartalsbericht? Auch Lustlosigkeit ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Sie urlaubsreif sind. "Es wird immer mühsamer, sich aufzuraffen, produktiv zu arbeiten. Die Motivation fehlt zusehends", verrät Gerhard Blasche, Psychologe an der Universität Passau, gegenüber rp-online

Ihr Kollege gegenüber schlürft seinen Kaffee unfassbar laut und der eigentlich liebenswerte Praktikant treibt Sie mit seinen Fragen zur Weißglut? Auch das zeigt, dass Sie dringend eine Auszeit brauchen.

Stress und Druck führen oft dazu, dass Mitarbeiter auch nach Feierabend nicht mehr richtig abschalten können. Die Gedanken an die Umsatzzahlen oder der seltsame Kommentar des Chefs lässt sie nicht mehr in Ruhe. Das Gedankenkarussel mündet dabei oft in...

... Schlaflosigkeit. Spätestens dann sollten Sie sich langsam in den Urlaub verabschieden. Ein paar freie Tage laden Ihren Akku wieder auf und sorgen für Entspannung.

Wer abends nur noch erschöpft auf das Sofa sinkt oder bis spät nachts arbeitet, vernachlässigt auch sein Umfeld. Freunde und Familie danken es Ihnen, wenn Sie mal wieder Urlaub nehmen und die Seele bei einem gemeinsamen Bier baumeln lassen.

Statt ranzuklotzen checken Sie lieber Reiseportale? Eine harmlose Frage des Kollegen führt bei Ihnen zum Wutausbruch? Dann sind Sie mit Sicherheit urlaubsreif.

Urlaub gehört genauso zum Job wie die Arbeit selbst. Was sich erst einmal paradox anhört, erklärt sich spätestens dann, wenn man die menschliche Psyche betrachtet.

Ohne Urlaub werden wir krank und verlieren unsere Leistungsfähigkeit

Wer ohne Pause durchackert und der letzte Urlaub schon Monate her ist, schadet nicht nur seiner Gesundheit, sondern auch seiner Leistungsfähigkeit, wie das Nachrichtenportal rp-online berichtet. Letztere lässt neben der Motivation und Kreativität nämlich deutlich nach. 

Egal wie sinnvoll und erfüllend eine Arbeit auch sein mag, irgendwann ist Schluss mit den eigenen Kräften, wie Diplom-Psychologin Andrea Lohmann-Haislah gegenüber dem Portal erklärt:"Sind die Anforderungen, die an jemanden gestellt werden und seine Ressourcen im Ungleichgewicht, führt das zu Stress". 

Und das nicht ohne Folgen: "Wenn die Stresssituationen zu lange andauern, kann das krank machen." Kopfschmerzen, Burnout, Depressionen oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen winken den gestressten Berufstätigen. Dagegen hilft vor allem Urlaub.

Welche Zeichen Ihnen verraten, dass Sie urlaubsreif sind, erfahren Sie oben in unserer Fotostrecke.

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Von Andrea Stettner

Ranking: In diesen Berufen gibt es die meisten Urlaubstage

In welchen Berufen dürfen sich Mitarbeiter über viele Urlaubstage freuen? In diesen Branchen haben die meisten Mitarbeiter satte 30 Tage im Jahr frei:

Platz 5: Halbleiter-Industrie (81 Prozent der Mitarbeiter haben 30 Tage Urlaub) 

Platz 4: Chemie / Verfahrenstechnik (82 Prozent) 

Platz 3: Maschinenbau (85 Prozent)

Platz 2: Autoindustrie (86 Prozent)

Platz 1: Banken (87 Prozent)

In diesen Berufen bekommen dagegen viele Mitarbeiter nur die Mindestanzahl von 24 Tagen Urlaub: 

Hotel- und Gaststättengewerbe (23 Prozent)

Call-Center (21 Prozent)

Zeitarbeit (19 Prozent)

e-Commerce (16 Prozent)

Werbung und PR (15 Prozent)

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