Studenten können Fahrtkosten komplett absetzen

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Zumindest um die Absetzung ihrer Fahrtkosten müssen sich Studenten künftig nicht mehr den Kopf zerbrechen.

München - Studenten können künftig die Fahrkosten zur Universität in voller Höhe von der Steuer absetzen. Der Bundesfinanzhof revidierte jetzt mit zwei neuen Entscheidungen seine Rechtsprechung.

Bislang waren die Richter in München davon ausgegangen, dass die Fahrtkosten zwischen Wohnung und einer in Vollzeit besuchten Bildungseinrichtung in der Steuererklärung nur im Rahmen der üblichen Pauschale für Arbeitnehmer von 30 Cent pro Entfernungskilometer als Werbungskosten abgesetzt werden können.

Daran halte der Bundesfinazhof (BFH) nicht länger fest, teilte die Pressestelle des Gerichts am Mittwoch mit. Die Begründung für die Kehrtwende: “Auch wenn die berufliche Aus- oder Fortbildung die volle Arbeitszeit des Steuerpflichtigen in Anspruch nimmt und sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, ist eine Bildungsmaßnahme regelmäßig vorübergehend und nicht auf Dauer angelegt.“ Somit unterscheide sich die Uni-Ausbildung von einer normalen Arbeitsstelle.

Der BFH hat nun im Fall einer Studentin die Fahrten zur Hochschule im Rahmen eines Zweitstudiums als vorweggenommene Werbungskosten zugelassen (Aktenzeichen: VI R 44/10). Ein Zeitsoldat darf seine Fahrten zur Ausbildungsstätte, die im Rahmen einer vollzeitigen Berufsförderungsmaßnahme angefallen waren, ebenfalls in voller Höhe in der Einkommensteuererklärung angeben (Az.: VI R 42/11).

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dpa

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