Der reichste Mensch der Welt

Mangelhafte Rhetorik aber begeisternde Präsentationen – was Sie von Elon Musk lernen können

Elon Musk, Chef vom Elektroauto-Hersteller Tesla, spricht vor seinen Mitarbeitern.
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Elon Musk, Chef vom Elektroauto-Hersteller Tesla, spricht vor seinen Mitarbeitern.

Elon Musk unterbricht sich, macht falsche Pausen und verrennt sich in Details – trotzdem begeistern seine Präsentationen. Dieses Geheimnis steckt dahinter.

Lange galt Amazon-Chef Jeff Bezos als reichster Mensch der Welt. Nun wurde er von Tesla-Boss Elon Musk überholt*. Der Unternehmer soll ein beeindruckender Chef sein, wie ein ehemaliger Tesla-Mitarbeiter erzählt, aber seine Bewerber auch gerne mal mit schweren Fragens ins Schwitzen bringen. Mit seinen innovativen, bisweilen kuriosen Zukunftsvisionen, macht Musk oft von sich reden. Sei es die Besiedlung des Mars oder die Entwicklung eines Hyperloop – bei Musk handelt es sich um einen Visionär, das ist wohl unbestritten.

In seinen begeisternden Präsentationen erzählt er von seinen Ideen, stellt Neuheiten vor und reißt seine Zuschauer regelmäßig mit. Sie hängen ihm an den Lippen und machen große Augen – doch ist Musk kein großer Redner. Er verhaspelt sich, setzt künstlerische Pausen an den falschen Stellen, verliert sich in abstrakten Details und ist bekannt für seine äußerst flachen Witze. Stellt sich nur die Frage: Warum sind dann seine Präsentationen so gut?

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Begeisternde Präsentationen: Elon Musk ist authentisch

Die vielen lehrbuchmäßigen Aspekte, die einen guten Redner ausmachen und die Elon Musk in seinen Präsentation so konsequent links liegen lässt, macht er mit nur einem Erfolgsfaktor wett: Er ist authentisch. Das mag sich nach wenig anhören, macht seine Präsentationen und Auftritte aber zu einem umfassenden Erfolg.

Dahinter verbirgt sich eine interessante Wechselbeziehung: Musk ist so überzeugt von seinen Ideen und glaubt an seine Visionen mit einer solchen Leidenschaft, dass sich die rhetorischen Fehler ganz natürlich einschleichen. Heißt, es spielt gar keine Rolle, ob er nun theoretisch ein guter Redner ist oder nicht – seine Begeisterung verbietet ihm den rhetorisch einwandfreien Auftritt. Denn er konzentriert sich ausschließlich auf das, was er seinen Zuhörern mitteilen will. Die Rhetorik gerät dabei schlicht und einfach zur Nebensache. Und gerade das macht ihn wiederum so authentisch, sein Enthusiasmus wirkt elektrisierend und ansteckend.

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Von Elon Musk kann man viel lernen

Aus der Tatsache, dass Elon Musk weniger mit Rhetorik und viel mehr mit Authentizität in seinen Präsentationen zu glänzen vermag, birgt großes Lernpotenzial. Viele Menschen machen sich Sorgen, dass sie technisch gesehen keine großen Redner sind und müssen doch immer wieder selbst Präsentationen halten. Vor allem die Arbeitswelt hält viele solcher Aufgaben bereit. Nun ist es zwar nicht gerade einfach, aus dem Nichts ein authentisches Auftreten zu kreieren, aber: Der Musk‘sche Trick ist eine sehr hilfreiche Stütze auf dem Weg dorthin. Kann man sich für das Thema, das man präsentieren soll, begeistern, gelingt auch der Auftritt. Denn die rhetorischen Mankos verblassen regelrecht bei einer elektrisierenden Stimmung. (fh) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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