Tipps von Profis

LinkedIn: Mit diesen Tricks fallen Sie Recruitern gleich auf

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Karrierenetzwerke wie LinkedIn können bei der Jobsuche helfen.

Personaler und Recruiter informieren sich heute gerne auf Karrierenetzwerken über die Bewerber. Ein Profi erklärt, wie Sie bei LinkedIn gleich ins Auge stechen.

Gerade hat eine Studie der Bitkom herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Personaler sich vorab auf den Sozialen Medien über Bewerber informieren. Für ein Drittel kann ein schlechtes Profil sogar der Grund für eine Absage sein. 

Die Ergebnisse der Bitcom-Umfrage zeigen auch, dass Personaler sich vor allem beruflich ausgerichtete Plattformen wie Xing oder LinkedIn anschauen. Dabei achten sie auf die fachliche Qualifikation, Äußerungen zu Fachthemen und zu anderen Unternehmen oder Wettbewerbern.

LinkedIn-Profil optimieren: Mit der 3-30-180-Regel zum Erfolg

Es ist also höchste Zeit mal wieder das eigene LinkedIn Profil zu aktualisieren. Dabei bietet die Plattform die Möglichkeit sich nicht nur potenziellen Arbeitgebern zu präsentieren, sondern eine eigene Marke zu kreieren, das Netzwerk zu erweitern und so Headhunter auf sich aufmerksam zu machen.

Tine Schlaak, Business Development & Partnerships Manager bei der Weiterbildungsplattform Udacity, verrät: "Ein Recruiter verbringt meistens nur sehr wenig Zeit auf einem Profil, bevor er zum nächsten weiter springt, daher sollten Sie die 3-30-180-Regel beachten. Innerhalb von drei Sekunden entscheiden Headhunter, ob sie sich ein Profil länger anschauen, 30 weitere Sekunden brauchen sie für ein erstes Scannen des Profils und in 180 Sekunden entscheiden die Meisten, ob sie den Kandidaten kontaktieren möchten oder nicht." 

Um in diesem kleinen Zeitfenster Eindruck zu hinterlassen, hat Tine Schlaak ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie ihr LinkedIn Profil aufpolieren können:

1. Die richtigen Begriffe nutzen, um gefunden zu werden

Recruiter suchen meist mithilfe von Schlagwörtern nach passenden Kandidaten. Damit Ihr Linkedin-Profil in den Suchergebnissen von diesen erscheint, sollten Sie daher vor allem die richtigen Begriffe wählen. 

Ein geeigneter Platz dafür ist die "Zusammenfassung" ganz oben im Profil. Hier können sie in kurzen Absätzen – maximal drei Stück – erzählen, was Sie ganz persönlich ausmacht. Woher wissen Sie, welches die richtigen Schlagwörter sind? Ganz einfach, werfen Sie einen Blick auf interessante und für Sie passende Stellenbeschreibungen. Sie werden schnell merken, es gibt Begriffe, die immer wieder auftauchen – voilà, das sind die wichtigen Schlagwörter, die auch in Ihrem Profil erscheinen sollten.

2. Ein Profil-Slogan, der im Kopf bleibt

Der Profil-Slogan, also der Satz, der direkt unter dem Namen angezeigt wird, muss nicht automatisch der derzeitige Job-Titel sein. Gerade, wenn Sie auf Suche nach einer neuen Herausforderung sind, sollte hier etwas anderes stehen. 

Je nach Branche darf ruhig etwas gewählt werden, was auffällt und Sie von der Konkurrenz abhebt. Statt Medienberater können Sie z.B. Experte für digitale Kommunikation schreiben. Gerne können Sie auch Begriffe einfügen, für die Sie sich besonders interessieren oder engagieren, wie z.B. Digitale Themen, Nachhaltigkeit oder Design Thinking. 

Übrigens, der Profil-Slogan wird auch bei Suchergebnissen direkt unter Ihrem Namen angezeigt und ist daher – neben dem Profilbild – maßgeblich für den ersten Eindruck.

Auch interessant: Xing oder LinkedIn: Welches Netzwerk hilft besser bei der Jobsuche?

3. Kontakte, Kontakte, Kontakte

Ein Profil mit weniger als 50 Kontakten erweckt natürlich nicht den Eindruck eines starken Netzwerkes. Um das eigene Netzwerk zu stärken, überlegen Sie einmal, wen Sie bereits kennen und mit wem Sie sich verknüpfen wollen. Dabei können Sie z.B. auf ehemalige Kommilitonen oder Kollegen zugehen. 

Schreiben Sie eine persönliche Nachricht, die auf die gemeinsame Erfahrung hinweist oder gratulieren Sie dem anderen, z.B. zu einem neuen Job oder einem Firmenjubiläum. Je mehr Kontakte 1. Grades Sie haben, desto besser und zahlreicher werden auch Ihre Kontakte 2. Grades. 

Nach dem Besuch einer Messe, einem Branchen-Event oder auch einem regen E-Mail Austausch im Rahmen Ihrer Arbeit lohnt sich die anschließende Verknüpfung über LinkedIn. Je mehr Kontakte Sie haben, desto mehr Leute lesen ihre Updates und desto höher die Chance, dass Sie in Erinnerung bleiben.

Aufgepasst:  Diese drei Fehler beim Netzwerken können gründlich nach hinten losgehen.

4. LinkedIn Gruppen

Genau wie beim Netzwerken und dem Knüpfen neuer Kontakte, braucht das Engagement in LinkedIn-Gruppen etwas Zeit und geht nicht von heute auf morgen. Dennoch sind diese ein wertvolles Mittel für die Jobsuche, das Netzwerken und für das eigene Profil. 

Dabei sollte das Engagement in einer Gruppe allerdings über den simplen Beitritt hinausgehen. Suchen Sie nach Gruppen, die sowohl für Ihre Branche wichtig sind, als auch solche, die geographisch in Ihrer Nähe liegen. Treten Sie den Gruppen bei und verfolgen Sie erst einmal die Diskussion, bevor Sie anschließend selbst mit einsteigen. Stellen Sie Fragen oder teilen Sie interessante Artikel oder eigene Inhalte, die für diese Gruppe relevant sind. Nach und nach können Sie sich dann auch mit anderen Gruppenmitgliedern verknüpfen und somit Ihr Netzwerk strategisch erweitern. 

Wichtig ist es, das eigene LinkedIn Profil regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen. Wenn sich die Karriere weiterentwickelt, sollte sich auch das Profil weiterentwickeln.

Lesen Sie auchDiesen Fehler machen fast alle auf Xing und LinkedIn.

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Udacity/ans

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