Mehr Geld

Dieser Denkfehler vor der Gehaltsverhandlung bringt Sie möglicherweise um viel Geld

Mitarbeiter und Chef bei der Gehaltsverhandlung.
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In der Gehaltsverhandlung werden viele nervös. Doch schon davor begehen die meisten einen unnötigen Fehler.

Schon vor der Gehaltsverhandlung manövrieren sich Mitarbeiter durch ein falsches Mindset ins Abseits. Damit verschenken sie jedoch die Chance auf eine ordentliche Gehaltserhöhung.

Herzrasen, feuchte Hände, ein Zittern in der Stimme: Gehaltsverhandlungen* gehören zu den stressigsten und unangenehmsten Gesprächen, die wir im Berufsleben führen müssen. Laut einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half, soll jeder zweite Arbeitnehmer bei einem anstehenden Gehaltsgespräch nervös werden. Kein Wunder – schließlich beeinflusst der Ausgang dieses Gesprächs die finanzielle Zukunft.

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Haben Sie kein schlechtes Gewissen, um eine Gehaltserhöung zu bitten

Umso wichtiger ist es, die eigene Nervosität in den Griff zu bekommen. Doch statt kühlen Kopf zu bewahren, bringen sich viele Mitarbeiter durch einen unnötigen Denkfehler selbst in die Bredouille: Es ist ihnen schlicht unangenehm, um ein Gehaltsgespräch zu bitten, weil sie nicht als Bittsteller vor Ihrem Chef erscheinen wollen. Durch diesen Fehler verschenken Sie möglicherweise viel Geld – weil er Sie davon abhält, in die Gehaltsverhandlung zu gehen oder Sie dazu bringt, das notwendige Gespräch immer weiter in die Zukunft zu verschieben.

Mehr zum Thema: Sie wollen mehr Gehalt? Dann sollten Sie diese zwei Wörter nie zu Ihrem Chef sagen.

Gehaltsverhandlung: So überwinden Sie den unnötigen Denkfehler

Doch es gibt einen Trick, wie Sie diese Denkweise überwinden: „Machen Sie sich bewusst, dass Sie Ihren Arbeitgeber nicht um Almosen bitten“, raten die Experten von Robert Half, „Sie verhandeln den Gegenwert Ihrer Arbeit! Das Unternehmen bekommt etwas für sein Geld: nämlich Ihre Leistungen und Qualifikationen. Und die haben nun einmal einen Preis.“

Ihr Chef rechnet damit, dass Sie irgendwann eine Gehaltserhöhung einfordern. Selbst in der Corona-Krise müssen Sie kein schlechtes Gewissen haben, Ihren Chef um mehr Geld zu bitten. Schließlich sind gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Unternehmen auf gute Mitarbeiter angewiesen – und möchten diese auch im Betrieb halten.

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Gehaltsverhandlungen gehören zum Arbeitsleben dazu

Machen Sie sich also bewusst: Gehaltsverhandlungen gehören zum Arbeitsleben dazu. Und kein Chef wird Ihnen freiwillig mehr Geld zahlen – eine Gehaltserhöhung müssen Sie selbst einfordern. Der Meinung ist auch Karrierecoach Cornelia Topf: „Überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund und sprechen Sie über Ihre Leistungen und Gehaltsvorstellungen“, rät die Expertin im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Mit dieser Einstellung fällt es sicher leichter, in die Gehaltsverhandlung zu gehen. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Gut zu wissen: Gehaltserhöhung: Wie viel Geld kann ich verlangen?

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