Verdienstcheck

Einstiegsgehalt: 17.000 Euro Unterschied - mit diesem Studienfach verdienen Sie am meisten

Eine Person hält Geldscheine in der Hand.
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Das Gehalt von Akademikern kann sich sehen lassen. Die Einstiegsgehälter unterscheiden sich jedoch stark nach dem Studienfach.

Nach dem Studium winkt der große Gehaltsscheck? Nicht bei jedem Akademiker. Welche Berufsanfänger besonders gut verdienen - und welche das Nachsehen haben.

Das Einstiegsgehalt von Akademikern* kann sich in der Regel sehen lassen. Bei genauerem Hinschauen zeigen sich jedoch große Unterschiede - und das schon zum Berufsstart. Das zeigt eine aktuelle Studie des Portals Gehalt.de.

Gehalt nach Studium: So viel verdienen Berufsanfänger im Durchschnitt

In den ersten drei Jahren nach dem Studium verdienen Berufsanfänger rund 48.100 Euro brutto jährlich (Median**). Dabei spielt das Geschlecht immer noch eine große Rolle: Während Männer mit etwa 50.800 Euro Einstiegsgehalt rechnen können, müssen sich Frauen mit rund 45.100 Euro zufrieden geben.

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**Was ist der Median?

Als Median bezeichnet man den Wert, der in der Mitte aller Daten liegt: 50 Prozent liegen über dem Wert, 50 Prozent darunter. Der Median ist daher genauer als der Durchschnittswert, der durch Ausreißer verzerrt werden kann.

Einstiegsgehalt: Mit diesem Studienfächern verdienen Sie am meisten

Große Unterschiede zeigen sich vor allem bei der Studienrichtung. Am besten trifft es hier Bachelor- und Master-Absolventen der Ingenieurswissenschaften, die mit einem Jahresgehalt von rund 51.000 Euro brutto starten. Auch Informatiker trifft es gut - auf sie wartet ein Einstiegssalär von rund 50.00 Euro. Warum genau diese Studienfächer so gut bezahlt werden, weiß Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.: „Die Komplexität der Stellenanforderungen lässt die Einkommen für die heiß umkämpften und qualifizierten Fachkräfte in die Höhe schießen“, verrät er in einer Mitteilung.

Schlechter trifft es hingegen Hochschulabsolventen der Geisteswissenschaften, also Sprach- und Kulturwissenschaftler: Sie verdienen mit rund 33.500 Euro rund 17.000 Euro brutto weniger als Ingenieurwissenschaftler. Und das schon zum Berufsstart. Damit landen sie mit Abstand auf dem letzten Platz des Gehaltsvergleichs, weit hinter den Naturwissenschaftlern (47.500 Euro) und den Wirtschaftswissenschaftlern (44.300 Euro).

Einstiegsgehalt nach StudienfächerMedianMittelwert
Ingenieurswissenschaften51.032 €51.930 €
Informatik48.429 €50.751 €
Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik)47.524 €50.253 €
Wirtschaftswissenschaften44.317 €46.853 €
Geisteswissenschaften (Sprach- und Kulturwissenschaften)33.525 €35.489 €

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Promotion lohnt sich vor allem für Geistes- und Naturwissenschaftler

Um dieser Gehaltslücke entgegenzuwirken, lohnt sich gerade für Geisteswissenschaftler sowie Naturwissenschaftler ein hoher Studienabschluss, zum Beispiel durch eine Promotion. Absolventen dieser Studienfächer steigern Ihr Gehalt so um rund 27 bis 30 Prozent. Doch nicht nur das: „Der Doktortitel gilt in vielen Bereichen als ‘Karrierebooster‘ und Türöffner für Führungspositionen. Viele Vorstandsstellen werden nach wie vor durch Promovierte besetzt“, erklärt Bierbach.

Einstiegsgehalt mit Promotion (Doktortitel)MedianMittelwertGehaltszuwachs gegenüber Bachelor & Master
Ingenieurswissenschaften61.994 €66.532 €21%
Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik)61.867 €65.416 €30%
Informatik59.194 €62.666 €22%
Wirtschaftswissenschaften51.906 €52.743 €17%
Geisteswissenschaften (Sprach- und Kulturwissenschaften)42.697 €45.683 €27%

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Gehalt: Zehn Berufe, die am schlechtesten bezahlt werden

Platz 10: Berufskraftfahrer/-in mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 28.775 Euro.
Platz 9: Zahnarzthelfer/-in mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 28.664 Euro.
Platz 8: Koch / Köchin mit einem  durchschnittlichen Jahresgehalt von 27.089 Euro.
Platz 7: Rezeptionist/-in mit einem  durchschnittlichen Jahresgehalt von 26.776 Euro.
Gehalt: Zehn Berufe, die am schlechtesten bezahlt werden

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