Work-Life-Balance

Chef führt Fünf-Stunden-Tag ein - das Ergebnis erstaunt alle

Stephan Aarstol, Gründer und Chef der US-Firma Tower, führt den Fünf-Stunden-Arbeitstag ein.
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Stephan Aarstol, Gründer und Chef der US-Firma Tower, führt den Fünf-Stunden-Arbeitstag ein.

Von 9 bis 17 Uhr ackern - das war einem Firmen-Chef zu viel und führte den Fünf-Stunden-Tag ein. Wie es der Firma heute geht - und warum das alle erstaunt.

Was für viele Arbeitnehmer wie ein Traum klingt, ist hier bereits Wirklichkeit: Im amerikanische Unternehmen Tower arbeiten die Mitarbeiter von 8 bis 13 Uhr - und starten danach in den wohlverdienten Feierabend. Ob das gut geht? 

Fünf-Stunden-Arbeitstag: Das ist der Grund

Stephan Aarstol ist Gründer und Chef der Firma Tower. Warum er er gegen den üblichen Acht-Stunden-Arbeitstag ist? Ganz einfach: "Die Idee, dass Arbeiter 70 Prozent ihrer Woche aushalten, um die restlichen 30 Prozent genießen zu können, ist der reinste Wahnsinn", schreibt er in einem Gastbeitrag bei BusinessInsider. Deshalb beschränkt er die Arbeitszeit in seinem Unternehmen auf fünf Stunden

"Meine Firma hat sich dazu entschieden, die Dinge anders anzugehen", schreibt er weiter. "Ich führe ein Unternehmen, das Paddleboards verkauft. Daher war die Verkürzung des Arbeitstages genau passend für unsere Marke. Schließlich können unsere Angestellten die Nachmittage für ihr außergewöhnliches Leben nutzen."

Dabei müssen seine Mitarbeiter nicht einmal auf Lohn verzichten - sie bekommen dasselbe Gehalt wie vorher. Aber unter einer wichtigen Bedingung: "Ich erwarte von ihnen, dass sie doppelt so produktiv sind wie der durchschnittliche Arbeiter."

Verkürzte Arbeitszeit: So geht es der Firma heute

Und diese Maßnahme bleibt nicht ohne Folgen: Der Firma geht es heute blendend, wie Aarstol verkündet: "Vergangenes Jahr wurden wir zu dem am schnellsten wachsenden privaten Unternehmen in San Diego ernannt. Dieses Jahr wird unser Team, bestehend aus neun Personen, einen Gewinn von umgerechnet rund 8 Millionen Euro erzielen."

Das erstaunt auch viele Skeptiker. Doch wie ist es möglich, trotz heftig reduzierter Arbeitszeit so erfolgreich zu sein? Der Firmen-Chef erklärt es sich so: Lange zu arbeiten heißt nicht, dass man auch produktiv ist. "Beim 5-Stunden-Tag geht es darum, mit seiner vorhandenen Energie effizienter zurechtzukommen, indem in einer kürzeren Zeit härter gearbeitet wird."

Außerdem hätten Studien erwiesen, dass glückliche Arbeiter auch deutlich produktiver sind. Und was macht glücklicher, als eine Hobbies zu pflegen und genügend Zeit mit seinen Lieblingsmenschen zu verbringen? 

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Von Andrea Stettner

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Platz zehn - Udo und Harald Tschira (geschätztes Netto-Vermögen: 11 Milliarden Dollar). Die Söhne von Klaus Tschira, Mitgründer des Software-Riesen SAP, halten 7,5 Prozent am Unternehmen. Außerdem führen beide die Klaus Tschira Stiftung fort, welche sich für die Förderung von Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik einsetzt.
Platz neun - Hasso Plattner (geschätztes Netto-Vermögen: 11,2 Milliarden Dollar). Auch Hasso Plattner hat sein umfangreiches Vermögen mit SAP aufgebaut. Der Mitgründer des erfolgreichen Software-Konzerns trat allerdings 2003 als Vorstandsvorsitzender zurück und gründete das Hasso Plattner Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam.
Platz acht - Klaus-Michael Kühne (geschätztes Netto-Vermögen: 12,4 Milliarden Dollar). Im Jahr 1966 übernahm Kühne die Leitung des Logistikunternehmens seines Großvaters. Inzwischen ist er Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats, sowie größter Einzelaktionär der Kühne + Nagel International AG. Viele Fußballfans kennen ihn als Investor bei seinem Lieblings-Fußballverein, dem HSV.
Platz sieben - Heinz Hermann Thiele (geschätztes Netto-Vermögen: 13,1 Milliarden Dollar). Der 75-jährige stieg bereits nach seinem Jura-Studium als juristischer Sachbearbeiter in der Patentabteilung von Knorr-Bremse ein. Ab 1985 führte er das Unternehmen als Chef und Mehrheitseigner zum Erfolg. Heute agiert Thiele als Aufsichtsratsvorsitzender von Knorr Bremse sowie Vossloh.
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