Arbeitsrecht

Befristeter Arbeitsvertrag: Tappen Sie nicht in diese Falle, wenn Sie vorzeitig kündigen wollen

Ein befristeter Arbeitsvertrag kann oft nicht vorzeitig gekündigt werden.
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Ein befristeter Arbeitsvertrag kann oft nicht vorzeitig gekündigt werden.

Viele Jobsuchende nehmen einen befristeten Arbeitsvertrag an, wenn sich keine bessere Gelegenheit bietet. Doch bei der Kündigungsfrist erleben viele ein böses Erwachen.

Arbeitgeber bieten Bewerbern oft nur noch befristete Arbeitsverträge* über ein oder zwei Jahre an. Jobsuchenden bleibt dann oft nichts anderes übrig, als diesen anzunehmen – mangels Alternativen. Viele haben auch die Hoffnung, in der Zwischenzeit einen anderen, unbefristeten Job an Land zu ziehen und den befristeten Arbeitsvertrag vorzeitig zu kündigen. Doch wer das vor hat, sollte vor der Unterschrift unbedingt einen genauen Blick in den Arbeitsvertrag werfen. Sonst könnte es ein böses Erwachen geben.

Kündigungsfrist bei befristetem Arbeitsvertrag: Kleingedrucktes prüfen

Tatsächlich sind befristete Arbeitsverträge per se darauf ausgelegt, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer nur für eine bestimmte Dauer zusammenarbeiten, die im Arbeitsvertrag festgelegt ist. Deshalb nennt man ihn auch Zeitvertrag. Dieser endet dann automatisch zum vorgesehenen Termin. Eine ordentliche Kündigung vor Ablauf der Befristung ist deshalb grundsätzlich nicht vorgesehen. „Solche Verträge benötigen nicht unbedingt eine Kündigungsregelung. Wenn sie keine solche Regel enthalten, können sie allerdings auch nicht ordentlich vorzeitig gekündigt werden.“, bestätigen die Fachanwälte Croset auf Ihrer Internetseite.

Auch interessant: Fehler im Arbeitsvertrag: So schnell wird ein befristeter Vertrag unwirksam*.

Arbeitnehmer sollten also unbedingt im Arbeitsvertrag prüfen, ob eine entsprechende Regelung zur Kündigungsfrist vorliegt. Übrigens, außerordentliche Kündigungen sind auch bei einem befristeten Arbeitsverhältnis jederzeit möglich, etwa wenn Arbeitnehmer eine schwere Pflichtverletzung begehen. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema: Sie wollen kündigen? So lange ist die gesetzliche Kündigungsfrist

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Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

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