Faule Ausreden

So dreist lehnten Arbeitslose einen Job als Monteur ab

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Ein Installateurmeister traute seinen Ohren kaum, als er Arbeitslosen einen Job anbot - und sich dann dreiste Ausreden anhören durfte.

Handwerksbetriebe suchen immer wieder händeringend nach Fachkräften. Doch was der Chef einer Installateursfirma dabei erlebt hat, ist wirklich unfassbar. 

Dalibor Barudzija hat eigentlich allen Grund zur Freude: Sein Installateursbetrieb in Vösendorf bei Wien (Österreich) läuft gut, die Aufträge strömen nur so herein. Deshalb benötigt der Chef dringend einen neuen Mitarbeiter. Doch auf der Suche nach motivierten Fachkräften erlebte er jetzt sein blaues Wunder.

Arbeitssuchende interessieren sich nicht für Jobangebot

Über den Arbeitsmarktservice (AMS), das österreichische "Arbeitsamt", fand Barudzija 25 arbeitssuchende Fachkräfte aus seiner Region, denen er telefonisch einen Job als Monteur anbot. Doch der Jungunternehmer konnte seinen Ohren kaum trauen: "Bei 21 von 25 Anrufen wurde mir sofort mitgeteilt, dass überhaupt kein Interesse an einem Job besteht", klagt Barudzija dem Newsportal krone.at. Dabei bot er den Arbeitslosen eine Vollanstellung an, mit Bezahlung über dem Kollektivvertrag [Tarifvertrag, Anm. d. Redaktion ], sowie Dienstauto plus Handy.

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Ausreden klingen mehr als dreist

Doch warum schlugen die "Jobsuchenden" das lukrative Jobangebot aus? Bei den Ausreden zeigten sich die arbeitslosen Monteure schonungslos offen - und ziemlich dreist: "Beim Pfuschen [Schwarzarbeit, Anm. d. Redaktion ] verdiene ich mehr", meinte ein Arbeitsloser. "Ich bin ja erst seit zwei Monaten arbeitslos", meinte ein anderer. 

Einen neuen Mitarbeiter hat der Installateur so jedenfalls nicht gefunden. "Ich fühle mich als Unternehmer und Steuerzahler ziemlich gefrotzelt", gibt der Unternehmer zu verstehen. Die Suche nach fähigen Mitarbeitern geht für ihn also erst einmal weiter. 

Nach seinen Erfahrungen und dem Medienbericht hat der AMS nun angekündigt, diese Fälle zu prüfen. "Eines ist klar: Steht ein Arbeitsplatz bereit, können fadenscheinige Ausreden sicher nicht als Argument für ein Nichtantreten der Stelle verwendet werden", heißt es in der Stellungnahme des AMS Niederösterreich.

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