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Jede zweite Frau hat nach Geburt Inkontinenz erlebt

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Beckenbodenübung
Oft liegt die Ursache für die Inkontinenz im Beckenboden - ihn zu kräftigen, kann die Probleme verbessern. © Kai Remmers/dpa-tmn

Schwangerschaft und Geburt sind eine große Belastung für den Beckenboden. Viele Mütter haben in der Folge mit unkontrolliertem Harnverlust zu kämpfen - teilweise über Jahre.

Berlin – Viele Frauen haben nach einer Geburt eine Blasenschwäche, doch oft wird das Thema noch als Tabu wahrgenommen. Das zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Unternehmens Elvie unter rund 1000 Müttern bis zu einem Alter von 39 Jahren. Knapp die Hälfte (48 Prozent) gab an, nach der Geburt unkontrollierten Harnverlust erlebt zu haben.

Während bei einem Drittel der betroffenen Mütter (33 Prozent) diese Probleme binnen eines halben Jahres vorbei waren, haben andere teils jahrelang damit zu tun. Bei einer von fünf Betroffenen (21 Prozent) hält die Inkontinenz demnach noch immer an.

Mehr Offenheit und bessere Vorbereitung

Generell wünschte eine Mehrheit der Mütter, dass mit dem Thema allgemein offener umgegangen werden sollte (54 Prozent). Ein weiterer Wunsch: Frauenärztinnen und Frauenärzte sollten Schwangere besser auf dieses mögliche Problem vorbereiten (59 Prozent).

Die Ursache für eine Inkontinenz nach der Schwangerschaft ist meist eine Schwäche des Beckenbodens. Wer immer wieder beim Niesen, Lachen oder Sport Urin verliert, sollte das nicht aus Scham verschweigen, sondern in der frauenärztlichen Praxis ansprechen.

In der Umfrage gab die knappe Hälfte (48 Prozent) der betroffenen Mütter an, dass ihnen ein Rückbildungskurs geholfen habe, um die Situation zu verbessern. dpa

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