Gegen Krämpfe und Appetitlosigkeit: Dieses Heilkraut sollten Sie jetzt am Wegesrand pflücken

Meist gehen wir achtlos an Pflanzen und Kräutern, die am Weg wachsen, vorbei. Doch es lohnt sich, beim nächsten Spaziergang ein bestimmtes Kraut einzusammeln.
- Sie haben häufig keinen Appetit und Magen-Darm-Probleme wie Krämpfe?
- Unterschiedliche Ursachen können dahinter stecken. Bei lange andauernden Beschwerden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Doch manchmal hilft schon der richtige Tee, um Magen und Darm wieder in Einklang zu bringen.
- Dafür können Sie in der Apotheke oder in der Drogerie nach einem passenden Produkt fragen – oder Sie machen ganz einfach einen Spaziergang und pflücken sich Ihre Teebestandteile selbst!
Die Gemeine Schafgarbe zählt nicht umsonst zu den Heilkräutern: Sie wird seit Jahrhunderten gegen Beschwerden wie Krämpfe, Verdauungsbeschwerden* sowie zur besseren Wundheilung eingesetzt. Der Begriff „Schafgarbe“ geht wohl auf die Tatsache zurück, dass das würzige Kraut gerne von Schafen gefressen wird. Es wächst so gut wie überall in Europa und Nordasien und blüht von Juni bis Oktober am Rand von Feldern und Wegen, auf Wiesen und vielleicht sogar in ihrem heimischen Garten? Tipp: Wer einen Kräuterrasen sät, kann Wildkräuter wie Frauenmantel, Johanniskraut, Spitzwegerich und Schafgarbei bequem zu Hause ernten.
Schafgarbe gegen Krämpfe und Verdauungsbeschwerden
Die Inhaltsstoffe im Heilkraut sollen leicht antientzündlich wirken, was sie für die Behandlung von Wunden interessant macht. So soll das ätherische Öl der Schafgarbe das Wachstum von Bakterien hemmen. Auch die krampflösende Wirkung von Schafgarbe machen sich Menschen seit Jahrhunderten zunutze, wie die Apotheken Umschau informiert. Das Kraut soll die Verdauung positiv beeinflussen und Blähungen sowie Völlegefühl lindern. Außerdem sollen Wirkstoffe in der Pflanze, die zu den Korbblütlern zählt, den Appetit anregen und die Gallentätigkeit anregen. Wie 24garten.de* berichtet, kürte der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) die Schafgarbe zur Staude des Jahres 2021.

Die häufigste Form der Verabreichung ist der Schafgarbentee. Diesen können Sie ganz einfach selbst herstellen:
- Stängel etwa eine Hand breit über dem Boden mit einer starken Schere abschneiden.
- Schafgarbe in Bündeln über Kopf aufhängen und trocknen lassen.
- Kraut und Blüten mit einer Schere zerkleinern.
- Die getrockneten Schafgarbenteile in einem verschlossenen Glas einlagern.
Je nach Beschwerden können pro Tag drei bis vier Tassen zwischen den Mahlzeiten getrunken werden. Übergießen Sie dafür ein bis zwei Teelöffel Schafgarbenkraut mit 150 Milliliter kochendem Wasser und lassen Sie den Tee zugedeckt rund zehn Minuten ziehen. Gießen Sie den Schafgarben-Tee danach durch ein Sieb – wer ein Teesieb verwendet hat, nimmt dieses einfach aus der Tasse. (jg) *Merkur.de und 24garten.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.
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