Glücksbringer

Nicht nur Job oder Beziehung machen glücklich, sondern vor allem dieser Faktor – sagen Wissenschaftler

Kalender mit Zettel und Aufschrift Neuanfang als Vorsatz für das neue Jahr
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Was macht wirklich glücklich? Das Empfinden von Glück ist sehr individuell – doch jeder wird maßgeblich von folgendem Faktor beeinflusst.

Es gibt sie, die immer gut Gelaunten. Doch was macht wirklich glücklich? Dieser Frage sind schon viele Forscher nachgegangen, mit teils überraschenden Erkenntnissen.

Glückliche Menschen haben einen Job, der ihnen Spaß macht und führen eine tolle Beziehung: Soweit die landläufige Meinung. Doch verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass äußere Umstände nicht den Effekt auf das eigene Glück haben, den viele vermuten. So soll das Empfinden von Glück stark von den Genen abhängen. Jedoch können fünf Aktivitäten wesentlich dazu beitragen, nachhaltig glücklicher zu werden.

Wissenschaftsjournalistin Wendy Zukerman hat in einem ihrer letzten Podcasts verschiedene Studien zum Thema zusammengetragen und schlussfolgert: Ein großer Teil unser Fähigkeit zum Glücklichsein basiert auf unseren Genen – bis zu 80 Prozent, wie es im Podcast heißt. Doch je nach Studie kommen Wissenschaftler zu unterschiedlichen Ergebnissen. Eine groß angelegte Untersuchung mit 20.000 eineiigen Zwillingen etwa ergab dem Business Insider zufolge, dass 33 Prozent des Glücksgefühls von den Genen abhängt. Zusammen mit der allgemeinen Lebenseinstellung sollen also die Gene unser Glück dominieren – Karriere, Geld und Beziehungen spielen Zukerman zufolge nicht die Hauptrolle. Eine neue Liebe oder eine Gehaltserhöhung sollen zwar kurzfristig Glücksgefühle auslösen*, allerdings nicht langfristig glücklich machen.

Auf der Suche nach dem Glück?

Glück ist ein sehr subjektives Gefühl. Sie zählen zu den vielen Menschen, die nicht wirklich in Worte fassen können, was sie dauerhaft glücklich macht? Das Ausfüllbuch „Mein Glück in 100 Listen“ (werblicher Link) hilft Ihnen herauszufinden, was Sie wirklich glücklich macht und lässt Pläne für eine noch glücklichere Zukunft schmieden.

Raus ins Grüne und Meditation: Was dem Glück auf die Sprünge helfen soll

Doch es gibt Studien zufolge sehr wohl Aktivitäten, die das Glücklichsein fördern:

  • Meditieren soll nicht nur Angst und Depressionen lindern, es führt einer Studie zufolge auch zu einer positiven Grundstimmung.
  • Wer sein Leben als sinnvoll einstuft, lebt länger und zufriedener. Was dem Einzelnen Sinn gibt, ist zwar individuell verschieden, wenn eine Aktivität wie etwa das Betreuen der Enkeltochter als sinnstiftend erlebt wird, hat dies entzündungshemmende und stressdämpfende Effekte, die das Wohlbefinden steigern.
  • Freiwilligenarbeit macht glücklich: So das Ergebnis einer Auswertung niederländischer Forscher. Demzufolge kann Freiwilligenarbeit Depressionen lindern und zu mehr Glücksgefühlen führen.
  • Eine chinesische Studie kam zu dem Ergebnis, dass ein Aufenthalt im Wald den Spiegel des Stresshormons Cortisol senkt und so das psychische Wohlbefinden positiv beeinflusst.
  • Eine norwegische Veröffentlichung lässt den Schluss zu, dass eine Verbindung zwischen kulturellem Interesse und der allgemeinen Zufriedenheit besteht. So litten Menschen, die sich für das Theater interessierten, seltener an Ängsten oder Depressionen.

(jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Mehr Quellen: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1553633

Weiterlesen: Glücklich liiert? Was aus medizinischer Sicht gegen eine Partnerschaft spricht.

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