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Helikopter-Eltern schaden Impulskontrolle ihrer Kinder

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Von: Judith Braun

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Ein Mädchen ist wütend
Kinder sollten im Laufe ihrer Entwicklung lernen, ihre Impulse und Emotionen zu regulieren und zu kontrollieren. (Symbolbild) © Westend61/IMAGO

Kinder von Helikopter-Eltern haben meist eine geringe Frustrationstoleranz. Sie können ihre Impulse und Emotionen schlecht kontrollieren.

Zur Entwicklung von Kindern gehört, dass sie lernen, auch einmal mit Frustration umzugehen. Schließlich erwarten jeden Menschen im Leben Herausforderungen. Je früher die Kleinen mit vermeintlichen Hindernissen konfrontiert sind und Konflikte beispielsweise selbständig lösen, desto besser können sie auch später einmal Probleme meistern. Experten beobachten jedoch seit geraumer Zeit, dass Kinder heutzutage immer häufiger über eine geringe Frustrationstoleranz verfügen.
Ein Grund dafür kann der Erziehungsstil sogenannter Helikopter-Eltern sein, wie 24vita.de verrät.

Unter Frustrationstoleranz versteht man die erlernte Fähigkeit, frustrierende Erlebnisse auszuhalten. Ein trotziges Kind, das sich schreiend, wütend und weinend auf den Boden wirft, ist erst einmal nicht ungewöhnlich. Dieses Verhalten gehört in gewisser Weise sogar zur normalen Entwicklung dazu. Es zeigt sich überwiegend bei Kleinkindern, wenn es einmal nicht so läuft, wie sie wollen und sie deshalb frustriert sind. Problematisch wird es jedoch, wenn Kinder vor dem Schuleintritt in die Grundschule nicht gelernt haben, mit Rückschlägen und Niederlagen umzugehen. Dann kann es gravierende Folgen bis ins Erwachsenenalter haben und die Kinder können sich laut dem Bildungsforscher Prof. Klaus Hurrelmann zu „schwachen Persönlichkeiten“ entwickeln.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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