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Fettige Ernährung: Studie zu Auswirkungen auf den Körper

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Von: Vivian Werg

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Was Sie essen, beeinflusst ganz wesentlich Ihr Wohlbefinden. Die wohl größte Gefahr für die menschliche Gesundheit geht von einer ungesunden Lebensweise und in erster Linie von einer falschen Ernährung aus.
Fettreiche Ernährung: Ein übermäßiger Konsum von fettigen Lebensmitteln schadet der Gesundheit (Symbolbild) © IMAGO/Ashley Corbin-Teich

Eine fettreiche Ernährung schadet der Gesundheit. Welche negativen Folgen sie genau im Darm auslösen können – hier im Überblick.

Frankfurt – Die Ernährung beeinflusst das Wohlbefinden nachhaltig. Eine gesunde Ernährung hilft dabei, dem Körper und somit sich selbst etwas Gutes zu tun. Wie das Ärzteblatt informiert, geht die wohl größte Gefahr für die Gesundheit von einer ungesunden Lebensweise und in erster Linie von einer falschen Ernährung aus. Gerade der Darm leistet täglich erstaunliches und übernimmt wichtige Körperfunktionen, die über die reine Verdauung weit hinausgehen. Stress, Bewegungsmangel, aber vor allem falsche Ernährung, können dem Organ dauerhaft schaden.

Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) werden Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch eine ungesunde Ernährungsweise begünstigt. Welche negativen Folgen eine fettreiche Ernährung auf die Gesundheit, speziell die des Darms hat, sind hier nachfolgend zusammengefasst.

Gesundheitsstudie zeigt: übermäßige fettreiche Ernährung schadet vor allem dem Darm

Das Forschungsteam um den Wissenschaftler Duo Li der Qingdao University, teilte 217 gesunde, normal gewichtige Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren in drei Gruppen auf. Jede dieser drei Gruppen bekam für einen Zeitraum von sechs Monaten einen festgelegten Speiseplan zugewiesen. Bei allen Gruppen war der prozentuale Anteil der Ballaststoffe und Proteine der Gerichte identisch. Die Mahlzeiten unterschieden sich lediglich bei der Menge an Kohlenhydraten und Fett, welches überwiegend durch Sojaöl aufgenommen wurde.

Die in der Fachzeitschrift Gut veröffentlichte chinesische Studie zeigte folgende negative Auswirkungen bei einer vermehrten Fettaufnahme:

Folgen für den Darm: Fettreiche Ernährung wirkt sich auf Darmbakterien aus

Zu Beginn und am Ende der Studie untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Blut- und Stuhlproben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Zahl und Aktivität bestimmter Darmbakterien ließ auf die gesundheitsschädlichen Veränderungen durch die fettige Ernährung schließen, so das Forschungsteam.

Die Gruppe mit dem geringsten Fettkonsum hatte im Vergleich zu den beiden anderen Gruppen erhöhte Keimzellen an Darmbakterien der Gattung Blautia und Faecalibacterium. Die Besonderheit an diesen Bakterien: Sie setzen Buttersäure frei. Dabei handelt es sich um eine kurzkettige Fettsäure, welche entzündungshemmende und gesundheitsförderliche Eigenschaften hat.

Die Gruppe mit dem höchsten Fettkonsum hingegen wiesen einen hohen Anteil an Alistipes- und Bacteroides-Arten auf, welche Infektionen hervorrufen können. Zudem wurden weniger kurzkettige Fettsäuren gebildet, während die Blutwerte für Entzündungen hoch waren.

Empfehlung der Gesundheits-Experten: Fettreiche Ernährung reduzieren

„Unsere Ergebnisse unterstützen die Ernährungsempfehlungen, die vor zunehmendem Fettkonsum warnen“, schreiben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Studie. Sie liefere den direkten Beweis dafür, dass Fett die Vermehrung bestimmter Darmbakterien fördert oder hemmt, heißt es weiter.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich zwischen 60 und 80 Gramm Fett zu essen. Eine niedrige Fettzufuhr wirke sich günstig auf den Stoffwechsel aus, da die Gesamt- und LDL- (Low-Density-Lipoprotein) Cholesterolkonzentration im Blut sinke. Ein höherer Verzehr pflanzlicher Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sowie weniger tierischer Lebensmittel beziehungsweise die Auswahl fettarmer Varianten helfe dabei, die Gesamtenergie und Fettzufuhr zu senken. Ausgenommen sind fettreiche Fischsorten wie Lachs, Makrele, Hering und Co. – diese sind laut DGE sehr gesund und sollten ein bis zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen. (Vivian Werg)

Hinweis der Redaktion:

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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