Vorsichtig Herantasten

Eisbaden anfangs lieber im Stehen oder Sitzen

Eisbaden als Anfänger
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Eisbade-Anfänger sollten nicht direkt ins tiefe Wasser steigen.

In einem kalten See baden, das soll abhärten. Neulinge lassen es aber lieber langsam angehen. Eine Expertin gibt praktische Tipps und erklärt, was man unbedingt lassen sollte.

Berlin (dpa/tmn) - Wer Winterschwimmen und Eisbaden zur Abhärtung ausprobieren möchte, tastet sich besser vorsichtig ans kalte bis eiskalte Wasser heran.

«Nicht alleine schwimmen, in flach abfallendes Wasser und nicht direkt ins ganz Tiefe reingehen, nicht ohne Sicherung in Löchern im Eis baden», rät Jelena Bundesmann vom Verein Berliner Seehunde, der sich dem Thema schon seit Jahren widmet.

Anfangs sei Eisbaden im Stehen oder Sitzen besser als minutenlanges Eisschwimmen. Neopren-Schuhe, eine Mütze und warme Kleidung zum schnellen Anziehen danach seien außerdem nützlich.

Unbedingt sollte jeder beim Winterbaden auf sein eigenes Empfinden hören und sich zu nichts zwingen. Das Wetter könne eine große Rolle spielen. Minustemperaturen mit Sonne, aber ohne Wind könnten für viele angenehmer sein als Winterbaden bei fünf Grad plus und heftigem Wind. «Da spielt auch eine gefühlte Komponente eine Rolle», sagt Bundesmann.

Wovon sie Beginnern nachdrücklich abrät: Mit dem Kopf unter Wasser im Eiswasser schwimmen. Das würde sie «niemandem empfehlen, der es nicht sehr lange geübt hat und Schritt für Schritt vorgegangen ist. Wir fangen bei uns ja auch nicht ohne Grund mit der Saison im Herbst an. Und schwimmen jede Woche in die Kälte hinein.»

© dpa-infocom, dpa:210212-99-411449/10

Berliner Seehunde

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