Depression nicht verharmlosen

„Sei doch nicht so depressiv!“ Warum sich jeder diesen Satz in Zukunft sparen sollte

Eine traurige junge Frau sitzt auf einem Bett und stützt ihren Kopf (Symbolbild)
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Eine Depression sollte man nicht mit der Sprache verharmlosen. (Symbolbild)

„Sei doch nicht so depressiv!“ Diesen Satz sollten sich jeder in Zukunft sparen. Er verharmlost eine Krankheit, bei der es nichts zu verharmlosen gibt.

Berlin – „Ich fühle mich total depressiv.“ Oder: „Sei doch nicht so depressiv!“ Am besten noch mit einem „ey!“ am Ende. Sätze wie diese haben sich leider im Alltag breit gemacht. Eine unschöne Entwicklung, denn sie verharmlosen die Krankheit Depression, unter der viele sehr leiden.

Aussagen wie „man sei am Wochenende depressiv herumgelegen“, sollten Sie aus Ihrem Sprachgebrauch streichen. Denn das vermittelt ein falsches Bild: Eine Depression ist mehr als „einfach zu viel herumliegen“. Reine Unlust, Faulheit oder einen schlechten Tag zu haben, hat nichts mit der psychischen Krankheit zu tun. Eine Depression ist eine ernsthafte Erkrankung, die zu Berufsunfähigkeit führen kann.* Ein solch umgangssprachlicher Gebrauch verharmlost sie, auch wenn das gar nicht gewollt ist. Bei Betroffenen kann das die Symptome verstärken und Zweifel schüren. Womöglich meiden sie dann den Weg zu ärztlicher Hilfe. Auch Experten wünschen sich, dass die Krankheit Depression mit mehr Sensibilität behandelt wird, berichtet 24vita.de. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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