Medikament wirkungslos?

Corona-Medikament Remdesivir wohl doch wirkungslos – auch Trump wurde damit behandelt

Die Wissenschaftlerin Katharina Kleilein untersucht an der Sterilbank im Labor des Life-Science-Unternehmens Yumab die optische Dichte einer Bakterienkultur. Das Startup-Unternehmen forscht wie viele andere Unternehmen zur Entwicklung menschlicher Antikörper und versucht so Medikamente gegen Covid-19 zu entwickeln.
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Die Wissenschaftlerin Katharina Kleilein untersucht an der Sterilbank im Labor des Life-Science-Unternehmens Yumab die optische Dichte einer Bakterienkultur. Das Startup-Unternehmen forscht wie viele andere Unternehmen zur Entwicklung menschlicher Antikörper und versucht so Medikamente gegen Covid-19 zu entwickeln.

Seit Juli 2020 ist ein Arzneimittel mit Remdesivir als erstes Medikament für die Behandlung von Covid-19 in Europa zugelassen – doch neue WHO-Erkenntnisse stellen alles in Frage.

  • Das Coronavirus* gibt Medizinern immer noch Rätsel auf. Jedoch melden Ärzte weltweit Erfolge in der Behandlung der Virusinfektion.
  • Unter anderem ein Malaria-Medikament und eine Kombination aus zwei bewährten Arzneimitteln sollen Wirkung zeigen. Darüber hinaus gibt es erfolgreiche Therapien mit Blutplasma von Menschen, die eine Coronavirus-Infektion bereits überstanden haben. Auch ein Sodbrennen-Präparat wird als potentielles Mittel gegen Covid-19 in einer klinischen Studie getestet.
  • Der Arzneimittel-Kandidat Remdesivir, der unter dem Markennamen "Veklury" vertrieben wird, soll Coronavirus-Patienten schneller gesund machen. Doch neue Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lassen erhebliche Zweifel aufkommen.

Update vom 16.10.: Erstes zugelassenes Corona-Medikament mit Remdesivir zeigt wenig bis keinen Nutzen

Zwar müssen die Studienergebnisse noch von Experten geprüft werden, die Essenz einer WHO-Testreihe ist allerdings bereits durchgesickert: Potenzielle Corona-Medikamente haben nach Angaben der WHO wenig oder keinen Nutzen gezeigt. Darunter ist auch ein Mittel, das US-Präsident Donald Trump nach seiner Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 erhielt: Remdesivir. Das Arzneimittel ist seit Juli 2020 auch in Europa zur Therapie von Covid-19 zugelassen. In weltweiten Testreihen hatte die WHO geprüft, welchen Einfluss das Medikament auf die Sterblichkeit, die Länge des Krankenhausaufenthalts und den Zeitpunkt für den Einsatz von Beatmungsgeräten hatte. Die von der WHO koordinierten Solidaritätsstudie bezog die Daten tausender Patienten in fast 500 Kliniken in mehr als 30 Ländern ein. Die Ergebnisse seien noch nicht veröffentlicht, betonte die WHO, sondern müssten noch von Experten geprüft werden, wie die Deutsche Presseagentur dpa informierte.

Update vom 26.06: Medikament "Veklury" soll ab der kommenden Woche großflächig gegen Covid-19 eingesetzt werden

Es fehlt zwar noch die endgültige Genehmigung der Europäischen Kommission, doch diese gilt als Formsache und so soll ab kommender Woche erstmalig ein Coronavirus-Medikament in Europa zugelassen werden. Das Präparat mit dem Wirkstoff Remdesivir soll den Markennamen "Veklury" erhalten. Der Arzneistoff Remdesivir wurde ursprünglich gegen Ebola-Infektionen entwickelt aber auch gegen Coronavirus-Infektionen zeigt Remdesivir aufgrund seiner antiviralen Eigenschaften Wirkung. In Studien und innerhalb eines Arzneimittel-Härtefallprogrammes wurde die Arznei bereits bei Covid-19-Patienten in Deutschland eingesetzt, die bevorstehende Zulassung sei jetzt aber ein "wichtiger Meilenstein im Kampf gegen Covid-19" zitiert die Tagesschau den Chefarzt der Klinik für Infektiologie an der Münchner Klinik Schwabing, Clemens Wendtner.

In einer Studie mit über 1.000 Teilnehmern konnten die Studienleiter zeigen, dass der Einsatz von Remdesivir die Krankheitsdauer im Schnitt um vier Tage verkürzt - von 15 auf elf Tage. In erster Linie helfe der Wirkstoff Patienten mit schwerer Atemwegssymptomatik, die eine Sauerstofftherapie benötigten, so Wendtner. Dagegen wirke Remdesivir wohl nicht bei Patienten mit extrem schwerer Lungenbeteiligung, die eine künstliche Beatmung nach sich zieht.

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Update vom 19.05.: Mittel gegen Sodbrennen gegen Coronavirus-Infektion

Ein Magenschutzmittel wird derzeit auf eine mögliche Wirkung gegen Covid-19 getestet. Eher durch Zufall waren chinesische und amerikanische Ärzte der Süddeutschen Zeitung zufolge auf die Idee gekommen, dass das Magenmittel Famotidin die Vermehrung von Sars-CoV-2 hemmen könnte*. Die Mediziner hatten über 6.000 Krankenakten analysiert und kamen zu einer überraschenden Schlussfolgerung: Viele Coronavirus-Patienten litten unter Sodbrennen und Reflux, doch diejenigen, die dagegen das kostengünstige Famotidin einnahmen, überlebten eher als Betroffene, die teure Mittel wie Omeprazol schluckten.

Aktuell läuft eine klinische Studie in US-amerikanischen Kliniken, die die Auswirkungen von Famotidin in der Behandlung von Covid-19 näher untersucht. "Wenn es funktioniert, werden wir es in wenigen Wochen wissen", wird Forschungsleiter Kevin Tracey laut Süddeutscher zitiert. "Wir wollten nicht zu früh über das Thema reden, damit es keine Engpässe gibt und nicht falsche Schlüsse gezogen werden."

Update vom 15.05.: Medikamente gegen das Coronavirus vor Sommer für die breite Masse verfügbar?

Die Europäische Arzneimittel-Agentur äußert sich optimistisch: Es sei möglich, dass noch "vor dem Sommer" gegen das Coronavirus wirksame Medikamente zugelassen werden könnten. Als bester Kandidat wird dabei aktuell das Medikament Remdesivir gehandelt. Es handelt sich um einen experimentellen, noch nicht als Arzneimittel zugelassenen Wirkstoff, der gegen Ebola- und Marburgvirusinfektionen entwickelt wurde. In klinischen Tests an Coronavirus-Patienten zeigte sich, dass diese sich schneller erholten, wenn Remdesivir verabreicht wurde. Jedoch gilt noch immer: Langzeitdaten von Arzneimittel-Tests gegen Coronavirus-Infektionen* fehlen. Der Leiter der Europäischen Arzneimittel-Agentur, Marco Cavaleri, betonte am 14. Mai während einer Stellungnahme, dass mehr Daten benötigt werden, die einen längeren Zeitraum abdecken. Erste Ergebnisse stimmen ihn allerdings zuversichtlich, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland meldete.

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Update vom 08.04.2020: Uniklinik Erlangen behandelt Covid-19-Patienten mit Blutplasma

Mit Hilfe von Blutplasma-Transfusion werden Coronavirus-Patienten am Universitätsklinikum Erlangen behandelt. Dafür nutzen Mediziner das Blutplasma von Menschen, die an Covid-19 litten aber bereits wieder gesund sind. In deren Blut befinden sich Antikörper gegen die Krankheit, die die Mediziner in der Behandlung einsetzen. "Die Antikörper greifen das Virus an und erleichtern es dem Patienten, das Virus zu eliminieren", zitiert der Focus Professor Holger Hackstein, Leiter der Abteilung für Transfusionsmedizin an der Universitätsklinik in Erlangen. Auf diese Weise könne der Patient schneller genesen und auch die Beatmung könne früher beendet werden. Es würden bei dieser Therapieform nicht die Symptome von Covid-19*, sondern die Ursache – das Virus – bekämpft.

Aus dem Spenderblut werde eine Mischung aus Plasma und Antikörpern gewonnen und eingefroren, so Hackstein. Nach einer weiteren Prüfung könne diese Patienten verabreicht werden. "Aktuelle wissenschaftliche Daten weisen darauf hin, dass durch Covid-19 Immunplasma eine deutliche Abschwächung der lebensbedrohlichen Verläufe möglich ist", so Hackstein. Aktuell liegen 19 Covid-19-Patienten im Uniklinikum Erlangen, darunter elf auf einer Intensivstation. "Wenn unsere Initiative erfolgreich ist – die in gleicher Art und Weise auch in Kürze in einigen anderen Universitätskliniken startet – so könnte dieses Verfahren die Therapie erheblich verbessern", heißt es in einer Veröffentlichung der Uniklinik Erlangen

Die Transfusionsmedizinische und Hämostaseologische Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen hat jetzt als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland die behördliche Gestattung zur Herstellung von therapeutischem Plasma zur Behandlung von schwer erkrankten Covid-19 Patienten erhalten. "Wir sind sehr froh und dankbar für die zügige Bearbeitung unserer Antragsunterlagen durch die Regierung von Oberfranken", nahm Professor Hackstein Stellung: "Wir waren bereits seit vielen Wochen in intensivem Kontakt mit der Regierung von Oberfranken. Dieser Einsatz hat sich gelohnt". 

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Update vom 03.04.2020: Ärzte konzentrieren sich auf bestimmte Medikamente im Kampf gegen Coronavirus

Wie der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) mitteilte, werden aktuell vor allem Arzneimittel gegen Coronavirus-Infektionen eingesetzt, die schon gegen eine andere Krankheit zugelassen oder zumindest in Entwicklung sind. "Sie umzufunktionieren kann schneller gelingen als eine grundständige Neuentwicklung", heißt es auf den Seiten des vfa. Folgende Medikamentengruppen werden aktuell auf ihre Eignung gegen Covid-19 geprüft: 

  • Antivirale Medikamente: Diese wurden ursprünglich gegen HIV, Ebola, Hepatitis C, Grippe*, SARS oder MERS (zwei von anderen Coronaviren hervorgerufene Krankheiten) entwickelt und sollen die Vermehrung der Viren blockieren oder verhindern, dass sie in Lungenzellen eindringen. Auch ein altes Malaria-Medikament wird dem vfa zufolge geprüft, dessen Wirksamkeit gegen Viren erst vor kurzem entdeckt wurde.
  • Immunmodulatoren, etwa gegen Rheumatoide Arthritis oder entzündliche Darmerkrankungen: Diese Präparate sollen die Abwehrreaktionen des Körpers bremsen.
  • Medikamente für Lungenkranke: Sie sollen dafür sorgen, dass die Lunge der Patienten das Blut mit genug Sauerstoff versorgen kann.

Update vom 23.03.2020: Österreich testet erfolgreich Medikament gegen Covid-19

Die Salzburger Landesklinik vermeldet nun erste Erfolge bei der Behandlung von Covid-19. "Ein Medikament kann den sogenannten Entzündungssturm bremsen. Die entsprechenden Daten sind noch nicht publiziert. Sie werden aber demnächst publiziert. Sie zeigen, dass damit eine Verminderung von 90 Prozent in der Schwere der Erkrankung zu erreichen ist", wird Richard Greil, Vorstand der Universitätsklinik, von oe24.at zitiert. Noch ein weiteres Medikament gebe Anlass für vorsichtig gute Nachrichten, so Greil dem Merkur zufolge*. 

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Update vom 17.03.2020: Wann kommt der Impfstoff gegen das Coronavirus?

Obwohl rund 40 Impfstoffprojekte laufen, könnte es noch einige Zeit dauern, bis ein wirksamer Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus* auf den Markt kommt. Die Prognosen könnten unterschiedlicher nicht sein: Manche Mediziner rechnen bereits 2021 mit einem wirksamen Impfstoff, andere hegen den Verdacht, dass auch in Zukunft keine Impfwirkstoffe gegen Sars-CoV-2 gefunden werden könnten. So sagte der britische Seuchenexperte Jeremy Farrar bereits Anfang Februar im Interview mit dem Spiegel, dass er davon ausgehe, dass ein Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus zu spät kommen wird, um die drohende globale Aus­breitung der Seuche zu verhindern. "Und wenn wir Pech haben, wird es niemals gelingen", so seine düstere Prognose.

Behandlung von Covid-19: Mediziner setzen Arzneimittel "off-label" ein

Nicht nur die Impfstoff-Entwicklung steht derzeit im Fokus der Forschung, Forscher suchen auch fieberhaft nach antiviralen Arzneimitteln, die gegen Covid-19 eingesetzt werden können. Dabei konzentrieren sie sich größtenteils auf bereits zugelassene Präparate mit dem Vorteil, sofort verabreicht werden zu können. Antivirale Präparate gelten zwar als weniger effektiv wie Wirkstoffe gegen Bakterien (z.B. Antibiotika), jedoch können sie in vielen Fällen einen schweren Krankheitsverlauf abschwächen. Bereits zu Beginn der Covid-19-Pandemie Ende 2019 setzten Mediziner antivirale Medikamente "off-label" ein, da es (bis heute) keine Medikamente gibt, die speziell gegen die neuartigen Erreger Sars-CoV-2 wirken. Mit "off-label-use" ist sinngemäß "nicht bestimmungsmäßiger Gebrauch" gemeint: Arzneimittel werden gegen eine Krankheit eingesetzt, für deren Behandlung sie keine Genehmigung von Seiten der Zulassungsbehörden haben.

So setzten Mediziner bisher zum Beispiel das HIV-Medikament* Kaletra ein, da dadurch eine Verbesserung der Symptome einer Corona-Infektion* beobachtet wurde. Einige laufende Studien sollen dies nun wissenschaftlich prüfen, wie das Portal Spektrum meldete.

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Sars-CoV-2 und Sars-Erreger von 2002/2003: Forscher nutzen ähnliches Verhalten

Die Ähnlichkeit zwischen dem neuartigen Sars-CoV-2-Erreger und dem Sars-Coronavirus, der 2003 eine Pandemie auslöste, die fast 800 Tote forderte, machen sich Forscher zunutze. "Beide Viren verwenden sehr ähnliche Strategien, um in Zellen einzudringen, und lösen möglicherweise auch die Krankheit über ähnliche Mechanismen aus", zitiert Spektrum den Infektionsbiologen Markus Hoffmann vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen (DPZ): "Die vorhandenen Erkenntnisse zu Sars können daher helfen, Covid-19 zu bekämpfen*." Hoffmann, sein Team und DZIF-Wissenschaftler von der Charité Universitätsmedizin Berlin kamen zu dem Ergebnis, dass beide Viren den gleichen Zellrezeptor nutzen, um an ihre Zielzellen anzudocken. Zudem konnten sie ein zelluläres Enzym identifizieren, das für den Eintritt des Virus in Lungenzellen unverzichtbar ist: die Protease TMPRSS2. Ein bereits existierendes Medikament, das diese Protease hemmt, könnte daher eine erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeit darstellen, wie das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) meldete.

Es handelt sich um Camostat Mesilate, ein in Japan zugelassenes Medikament gegen Entzündungen der Bauchspeicheldrüse. Dieses wird aktuell daraufhin untersucht, ob es auch die Infektion mit SARS-CoV-2 verhindern kann. "Wir haben SARS-CoV-2 aus einem Patienten getestet und festgestellt, dass Camostat Mesilate das Eindringen des Virus in Lungenzellen blockiert", sagte Hoffmann als Erstautor der Studie: "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Camostat Mesilate auch vor der Krankheit Covid-19 schützen könnte". Doch dies müsse im Rahmen von klinischen Studien weiter untersucht werden.

Artikel vom 10.03.2020: Weltweit wurden bisher 1.925.811 Coronavirus-Fälle gemeldet. Mittlerweile werden 120.449 Tote beklagt (Stand 14.04.2020). Diese Zahlen beunruhigen enorm, vor allem, weil Mediziner nur symptomatische Behandlungsmöglichkeiten haben, allerdings keine ursächliche Therapie oder gar Impfung* zur Verfügung steht.

Jedoch sollen thailändische Ärzte jetzt eine Möglichkeit gefunden haben, Betroffene durch eine Kombinationstherapie erfolgreich behandeln zu können.

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Kombi-Therapie aus Grippe- und HIV-Medikamenten soll Coronavirus-Infektion bekämpfen

Zwei Ärzte des Rajavithi-Krankenhauses in Bangkok - Facharzt Dr. Kriangsak Atipornwanich und Professor Subsai Kongsangdao - sagten während einer Konferenz in der thailändischen Hauptstadt, dass bei einer 71-jährigen Frau 48 Stunden nach Verabreichung zweier Medikamentengruppen deutliche Besserung der Symptome zu verzeichnen war

Wie die Bangkokpost weiter berichtete, handelte es sich um einen Medikamentencocktail aus den zwei Medikamenten Lopinavir und Ritonavir, die bei HIV-Infektionen* angewendet werden und einem Grippe-Medikament. Zwei Tage nach der Gabe der Medikamente hätte sich der Zustand der chinesischen Patientin deutlich verbessert, so die Mediziner.

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Wirksame Medikamente: chinesische Patientin erholt sich zwei Tage nach der Einnahme

AIDS-Medikamente wurden in China bereits gegen den neuartigen Coronavirus* getestet. "Wir überprüften die damit verbundenen Informationen und stellten zudem fest, dass Anti-Grippe-Medikamente bei MERS (Anmerkung d. Redaktion: MERS steht in diesem Zusammenhang für Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus, ein im Jahr 2012 erstmals genanntes Virus aus der Familie der Coronaviren, das beim Menschen eine schwere Infektion der Atemwege, Lungenentzündung und Nierenversagen verursachen kann) wirksam waren, also kombinierten wir beide Medikamentengruppen", so Atipornwanich. Nach Verabreichung der Medikamente hätte sich die Patientin schnell erholt, so der Mediziner weiter.

Nun soll die Kombinationstherapie im Labor weiter getestet werden, erklärten thailändische Behörden. In Thailand sind bisher 2.613 (Stand 14.04.2020) Coronavirus-Infektionen bekannt.

Quellen: www.bangkokpost.com; www.bundesgesundheitsministerium.de; www.rki.de; www.experience.arcgis.com; www.spektrum.de; www.spiegel.de; www.dzif.de; www.vfa.de; www.focus.de

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jg

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HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
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Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
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