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Corona-Infektion: Nach einer Woche erneut positiv? Grund ist Medikament

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Von: Judith Braun

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Zwei Hände halten einen positiven Corona-Test.
Wer das Covid-Medikament Paxlovid einnimmt, könnte einen Rebound-Effekt erleben und nach kurzer Zeit erneut positiv getestet werden. Nur zwei Prozent der Patienten sind davon allerdings betroffen. (Symbolfoto) © Cavan Images/IMAGO

US-Präsident Joe Biden wurde nur wenige Tage nach überstandener Corona-Infektion erneut positiv getestet. Schuld daran ist das Covid-Präparat Paxlovid.

Auch den amerikanischen Präsidenten Joe Biden erwischte es kürzlich mit dem Coronavirus. Der 79-Jährige begab sich daraufhin in Isolation. Nach fünf Tagen fiel sein Test negativ aus und er konnte sich aus der Isolation entlassen. Nur wenige Tage, nachdem er die Infektion überstanden hatte, wurde er jedoch erneut positiv auf das Virus getestet. Er hatte somit zum zweiten Mal innerhalb einer Woche Corona. Allerdings handelte es sich dabei nicht um eine schnelle Reinfektion oder falsche Testergebnisse. Der Grund dafür liegt in der Einnahme des Covid-Medikaments Paxlovid.
Warum die Einnahme des Präparats einen sogenannten Rebound-Effekt auslösen kann, verrät 24vita.de.

Nachdem Biden zum ersten Mal positiv auf das Coronavirus getestet wurde, verschrieben ihm seine Ärzte das Covid-Medikament Paxlovid. Mit der Einnahme des auch in Deutschland zugelassenen Präparats muss innerhalb der ersten fünf Tage nach dem vermuteten Infektionszeitpunkt und Beginn der Symptome begonnen werden. Insgesamt muss es dann fünf Tage lang eingenommen werden. Durch die Einnahme wird verhindert, dass sich Coronaviren im Körper vermehren. Seit Dezember 2021 ist das Medikament in den USA zugelassen, in Europa erst seit Januar 2022. Aufgrund der Wechselwirkungen mit vielen anderen Medikamenten wird es in Deutschland eher verhalten von Ärzten verschrieben. Besonders empfohlen wird es Patienten ohne schwere Vorerkrankung mit einem höheren Risiko für einen Klinikaufenthalt. Betroffen sind deshalb meist ältere Menschen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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