Nahtoderfahrungen

Das berichten Betroffene, wie es sich anfühlt, zu sterben

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Nahtoderfahrungen können bei Menschen Bilder, Visionen und sogar Gefühle erzeugen.

Ein helles Licht im Tunnel, himmlische Klänge oder verstorbene Familienmitglieder: Immer wieder berichten Menschen von Nahtoderfahrungen, die beängstigend real wirken.

Wann sind wir wirklich tot? Mit dieser Frage beschäftigen sich Sterbeforscher bereits seit Jahrzehnten. Wenn das Herz aufhört zu schlagen? Wenn das Gehirn keine Regungen mehr zeigt? Wissenschaftler können dazu noch keine konkreten Angaben machen, allerdings arbeiten sie mit Hochdruck daran.

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Erst kürzlich konnten ein Berliner Neurologe und sein Team nachweisen, dass die Nervenzellen im Gehirn noch bis zu drei Minuten, nachdem der Herztod eingetreten ist, weiterleben – bis der Sauerstoffmangel dafür sorgt, dass sie sich in einer gewaltigen Welle entlädt, die über das gesamte Hirn hinwegrollt. Dieses Phänomen nannten die Forscher auch "Hirn-Tsunami". Wenn dann keine Wiederbelebungsmaßnahmen fruchten, sterben die Neuronen ab.

Doch wie viel bekommen wir noch mit, obwohl wir bereits auf der Schwelle zum (klinischen) Tode stehen? Immer wieder berichten Menschen von ihren Erfahrungen, während sie bereits klinisch tot waren und doch wieder ins Leben zurückgeholt wurden. Oftmals geht es ihnen "im Jenseits" sehr gut: Sie erzählen von prächtigen Gärten, Musik und einer alles umgebenden Liebe.

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Drei faszinierende Geschichten von Menschen mit Nahtoderfahrungen

In Foren wie dem Online-Portal "Reddit" tauschen sie sich aus und schildern, was ihnen passiert ist. So wie in folgenden drei Geschichten, die einem einen Schauer über den Rücken laufen lassen.

Da gibt es zum Beispiel einen User, der behauptet, dass er mit zwölf Jahren an einer Herzattacke gestorben sei. Dies sei während eines Football-Spiels an seiner Schule passiert. Für mehr als vier Minuten soll sein Herz nicht mehr geschlagen haben. Aber dennoch sei es das wohl Unglaublichste gewesen, was er je erlebt habe, so der User weiter. Es sei zwar alles schwarz um ihn gewesen, doch er sei durch einen Tunnel aus Metall gewandert. Das Kuriose daran: Dieser habe genauso ausgesehen, wie der Tunnel aus einem frühen "Star Wars"-Film. "Ich denke nicht, dass mein Verstand begriffen hat, was er gesehen hat. Also hat er einfach nur die Lücken gefüllt, so gut es ging", glaubt er heute.

Einem anderen User ging seine Nahtoderfahrung ebenfalls sehr nahe, allerdings ist diese kaum ein Jahr her. Er sei fast ertrunken, schreibt er. Seine Retter hätten allerdings gemeint, dass er für einige Minuten tot war und sie ebenso lange gebraucht hätten, ihn wiederzubeleben. Er fühlte in dieser Zeit zwar nichts, aber dafür soll er eine Vision gehabt haben: "Alles was ich gesehen habe, war schwarz. Gefolgt von mehreren Lichtern, die zu Sternen wurden. Die Sterne wiederum wurden zu irgendwas, das ich nicht beschreiben kann."

Ein dritter User verriet, dass sein Onkel schwer drogenabhängig war und sogar mal wegen einer Überdosis reanimiert werden musste. Nachdem er zwei Minuten lang tot war, gelang es den Rettern doch noch. Seitdem soll er nie wieder etwas mit Drogen am Hut gehabt haben. Als der User ihn fragte, was damals mit ihm passiert sei, hätte sich der Onkel nicht mehr recht daran erinnern können. Außer an eine Sache: "An sich selbst, wie er an einem Picknicktisch sitzt. In einem Park hinter dem Haus, in dem er aufgewachsen ist. Das ist der einzig gute Platz in seinem Leben gewesen. Er saß an diesem Tisch mit einer Person, die er liebte. Wer es genau war, weiß er allerdings nicht mehr. Er hat zwar mit dieser Person geredet, um was es genau ging, weiß er allerdings auch nicht mehr. Nur an einen Satz der unbekannten Person erinnert er sich noch: 'Wir sehen uns später, denk an mich.'"

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jp

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