"So abstoßend wie Insekten"

21-Jähriger isst 17 Jahre lang nur Chicken Nuggets - diese Tragödie steckt dahinter

17 Jahre lang ernährte sich Ryan Howarth nur von Fast Food. Etwas anderes konnte er einfach nicht herunterschlucken. Zu groß war der Ekel davor. 

Ryan Howarth ist 21 Jahre alt - hat aber in seinem jungen Leben schon sehr viel durchmachen müssen. Nicht nur seine Familie und Freunde hatten sich abgewandt, auch seine Gesundheit litt unter seiner ungewöhnlichen Krankheit. Der Brite ernährte sich nämlich 17 Jahre lang nur von Chicken Nuggets und Pommes. Fast-Food war das Einzige, was ihm schmeckte - Obst, Gemüse & Co. fand er einfach nur abstoßend.

Brite isst jahrelang nur Fast-Food - da alle anderen Lebensmittel für ihn abstoßend waren

Der Grund dafür: Howarth litt seit seinem vierten Lebensjahr an einer "Selektiven Essstörung", durch die andere Lebensmittel außer Chicken Nuggets abstoßend für ihn waren. "Wenn mir jemand andere Mahlzeiten vorgesetzt hat, fühlte ich mich, als würde man mich zwingen, etwas Exotisches zu essen. Wie Insekten", erklärt er rückblickend gegenüber der britischen Dailymail. Nur ab und an habe er es geschafft, auch Pasta oder Süßigkeiten zu essen.

Mit fatalen Folgen: So habe er über die Jahre nur wenig Energie für alltägliche Dinge gehabt, verrät er weiter, und soll daher viele Vitamintabletten geschluckt haben, um etwaige Mängel auszugleichen. Zudem verstand seine Familie nicht, was mit ihm los war, machte ihm häufig Vorwürfe, weshalb er oft allein in seinem Zimmer aß, erinnert sich der junge Mann. Auch mit seinen Freunden konnte er nicht normal ausgehen oder gar im Restaurant essen.

Auch tragisch: Mann isst seit 25 Jahren nur Pizza - so geht es ihm jetzt.

Aus Angst um seine Gesundheit, drängte Howarths Familie ihn schließlich zu einer Therapie. Mit durchschlagendem Erfolg. So soll er bereits nach einer Sitzung von einem Spezialisten geheilt worden sein und sich seitdem jeden Tag an neue Lebensmittel heranwagen.

Experte erklärt: Das steckt hinter einer selektiven Essstörung

Gegenüber der Cosmopolitan erklärt Felix Econamikis, Ernährungsexperte und klinischer Hypnotherapeut, wo er an Patienten mit dieser Krankheit ansetzt: "Die Selektive Essstörung ist eine starke Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel. Für die Betroffenen bedeutet das, egal, wie sehr sie bestimmte Lebensmittel oder Gerichte probieren möchten, sie könnten es nicht oder wären zumindest nicht in der Lage diese herunterzuschlucken."

Diese Störung werde oftmals schon früh bei Betroffenen durch traumatische Erlebnisse mit bestimmten Nahrungsmitteln ausgelöst oder kann auch auf eine unvollständige Sinnesverarbeitung der Patienten hinweisen.

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jp

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Rubriklistenbild: © Facebook / Ryan Howarth

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