Ernährung und Getränkekonsum

„Food Trend Report“ 2021: Wie ändern sich Essgewohnheiten in Zeiten von Corona?

Ein Teller wird am Buffet mit Essen gefüllt.
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Was sind die vorausgesagten Food-Trends für 2021? (Symbolbild)

In fast jeder Branche gibt es Trends, die vom Verhalten der Menschen und gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst werden. So auch im Bereich der Food-Trends. Was wir für 2021 erwarten können.

Jedes Jahr veröffentlicht die österreichische Ernährungswissenschaftlerin und Food-Trend-Forscherin Hanni Rützler den „Food Trend Report“. Es gilt als Standardwerk und Impulsgeber für Gastronomen* und Lebensmittelhersteller. Seit Oktober gibt es den Trend-Report nun mit Blick ins nächste Jahr. Wohin geht die kulinarische Reise 2021?

„Food Trend Report 2021“: Trend zum Selbstkochen und Liefernlassen hält an

Corona wird auch 2021 noch ein Begleiter des alltäglichen Lebens sein und Auswirkungen auf unser Essverhalten haben. Ob wegen eines Shutdowns in der Gastronomie oder wenn Leuten das Essengehen zu riskant ist wegen der Ansteckungsgefahr, dann lautet die Devise: selbst kochen. Das führt auch dazu, dass wir wieder mehr Zeit gemeinsam beim Essen verbringen.

Potenzial sieht Hanni Rützler in der Food-Delivery-Szene und sogenannten Ghost Kitchens: Eine „Geisterküche“ bewirtet keine Gäste vor Ort, sondern liefert nur Essen aus, oft ist sie in leerstehenden Gebäuden oder Containern untergebracht. Auch der Boom der Lieferdienst-Plattformen mit Online-Bestellung und -Bezahlung wird weitergehen.

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Gesundheitsbewusst essen: Trend durch Corona noch verstärkt

Die „Soft-Health“-Bewegung besinnt sich auf bewussten Genuss gesunder Kost. Es geht nicht um Kalorientabellen, sondern um ausgewogenes, vielfältiges Essen mit einem großen Anteil an Gemüse und Hülsenfrüchten. Auch in der Corona-Krise gibt es weiterhin Zeichen für den anhaltenden Trend zur gesundheitsbewussten Ernährung, was sich zum Beispiel in der steigenden Beliebtheit von Gemüsekisten-Lieferungen zeigt. Während der Pandemie sei die Nachfrage, vor allem nach Lebensmitteln aus biologischem Anbau, enorm gestiegen.

„Food Trend Report 2021“: Trend zu alkoholfreiem Genuss nimmt weiter zu

Die Besinnung auf das wichtige Gut Gesundheit wirkt sich auch im Bereich Getränke aus: Auf Alkohol verzichten, ohne den Geschmack und Genuss missen zu müssen, wird für viele Menschen attraktiver. Mocktails – also Cocktails ohne Alkohol – bieten schon seit einigen Jahren eine Drink-Alternative ohne Alkohol. Der neue Trend seien jetzt Edelfruchtsäfte, die wie Spitzenweine kredenzt werden, oder zehnjähriger Essig, von dem man einige Tropfen zu Soda hinzugibt.

Zum sogenannten Sober Trend (sober heißt auf Deutsch nüchtern) gehören auch zunehmend typisch alkoholische Spirituosen, wie Gin oder Schnaps, die jetzt alkoholfrei auf den Markt kommen. Die Trinkkultur ohne Alkohol wird auch von der Gastronomie aufgegriffen: In Berlin öffnete in diesem Jahr die erste Sober Bar. In vielen Bars und Restaurants gehört inzwischen neben einer ausführlichen Weinkarte auch eine gute Tee- und Saftkarte zum Angebot.

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„Food Trend Report“: Klimafreundlich und vielfältig essen

Vielfalt ist ein großes Thema im „Food Trend Report“ 2021. Immer mehr Menschen ist eine nachhaltige und ökologische Lebensweise wichtig. Doch die Produktionsprozesse heutzutage und ein Großteil der Ernährungsweise vieler Menschen fördern Monokulturen und befeuern den Klimawandel. Wie könnte man mittels Ernährung den Klimawandel stoppen oder zumindest nicht weiter zum Verlust der Biodiversität beitragen?

Hanni Rützler berichtet im „Food Trend Report“: Agrobiodiversität, also biologische Vielfalt der Landwirtschaft, könne man dadurch erreichen, dass man seltene Sorten aus der Region auf den Speiseplan bringt. Selbst anbauen ist eine Möglichkeit: Beim Urban Gardening lasse sich mit Saatgut alter Sorten gut experimentieren. Sie sieht auch Spitzenköche als wichtige Botschafter dafür, zum Beispiel indem sie eng mit Farmern zusammenarbeiten, um alte Sorten neu zu erkunden. (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Quelle: zukunftsinstitut.de

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Streetfood-Feeling für zu Hause

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Nur mageres rosafarbenes Fleisch landet im Eisbein-Burger. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Thorsten Pannek wandelte den Pulled Pork Burger zur Berliner Variante ab - als Eisbein-Burger. Dazu verwendet er gepökelte Schweinshaxe. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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