Steuererklärung

Mieter, aufgepasst: Darum ist die Jahresabrechnung fürs Finanzamt wichtig

Viele Kosten lassen sich von der Steuer absetzen. Wohnungseigentümer und Mieter sollten die Jahresabrechnung ihrer Nebenkosten bereit halten.

Wer mit der Steuererklärung* möglichst viel Geld herausbekommen will, sollte alle Ausgaben berücksichtigen. Immobilien-Eigentümer sollten ihre Nebenkostenabrechnung nicht vergessen. Denn dem Verband Privater Bauherren (VPB) zufolge können haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen anteilig geltend gemacht werden. Und das gilt übrigens auch für Mieter, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schreibt.

Hand­werk­erarbeiten in der Wohnung steuerlich absetzen?

Auch die Steuerexperten der Stiftung Warentest verweisen auf Handwerkerarbeiten als möglichen Kostenpunkt: „Mieter oder Eigentümer? Egal, beide erhalten einen Steuerrabatt, wenn Hand­werker auf ihre Kosten in ihrem Wohn­haus, auf dem Grund­stück oder in ihrer Wohnung etwas reparieren, reno­vieren, sanieren, warten oder modernisieren“, heißt es in einem Bericht auf Test.de. 6.000 Euro können sie demnach jedes Jahr investieren für den maximalen Steuerbonus von 1.200 Euro (20 Prozent). Der Rechnungs­betrag muss um ausgewiesene Material­kosten gekürzt werden, sie zählen nicht mit. Wichtig, so die Experten: Das Finanz­amt achte penibel darauf, dass die Rechnung nicht bar bezahlt, sondern das Geld über­wiesen wurde.

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Steuererklärung: Neben­kosten nicht vergessen

„Auch Kosten, die anteilig für Hausmeister, Garten­arbeit, Reinigung des Hausflurs, Schorn­steinfeger oder Wartung angefallen sind, bringen den Bonus“, heißt es zudem auf Test.de. Oft lägen Neben- oder Betriebs­kosten­abrechnung erst nach dem Abgabe­termin für die Steuererklärung vor.

In diesem Fall ließen sich die Ausgaben nach­träglich abrechnen. Das Amt muss laut Stiftung Warentest den Steuer­bescheid auch nach der Einspruchs­frist noch ändern (Finanzge­richt Köln, Az. 11 K 1319/16). „Wem das zu umständlich ist, der macht die Abrechnung in dem Jahr geltend, in dem er sie bekommt“, schreibt Test.de. Möglichkeit Nummer drei: „Voraus­zahlungen für reguläre Leistungen wie Hausmeister, Garten­arbeit und Reinigung in dem Jahr ansetzen, in dem sie geleistet werden.“

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Handwerkerrechnungen für die Steuer sammeln

„Wer Handwerkerrechnungen sammelt, der kann damit bares Geld sparen“, heißt es auch in der Broschüre des VPB. „Er muss seine Rechnungen übers Jahr gewissenhaft sammeln und sie zusammen mit der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einreichen.“ Steuerlich geltend machen könnten Hausbesitzer „alle Reparaturen oder Modernisierungen am eigenen Haus oder der selbst genutzten Eigentumswohnung“. Absetzbar seien immer nur die reinen Lohn- und Arbeitskosten, nicht das vom Handwerker verbaute Material. Absetzbar seien auch Fahrtkosten und die auf Lohn- und Fahrtkosten anfallende Mehrwertsteuer, so der VPB. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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