2019

Steuererklärung: Mit diesem Trick bleibt Steuerzahlern mehr Netto

Bei der Steuererklärung können Sie so einiges sparen.
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Bei der Steuererklärung können Sie so einiges sparen.

Viele Ausgaben können die Steuerlast senken: Werbungskosten für den Arbeitsweg, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen. Mit diesem Trick sparen Sie Geld.

Wenn Arbeitnehmer nicht bis zum Steuerbescheid warten wollen, um davon zu profitieren, können sie einen Freibetrag beantragen - dann gibt es gleich ein höheres Nettogehalt, erläutert der Bund der Steuerzahler.

So bleibt Steuerzahlern mehr Netto: Freibeträge für 2019 beantragen

Der Fiskus berücksichtigt über die Freibeträge die Ausgaben bereits beim monatlichen Lohnsteuerauszug. Voraussetzung dafür ist, dass die Aufwendungen mehr als 600 Euro im Jahr betragen. Die Werbungskosten müssen bei mehr als 1000 Euro liegen, den Arbeitnehmer-Pauschbetrag also übersteigen. Für den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung müssen Interessierte ein bundesweit einheitliches Formular verwenden. Dieses steht für 2019 bereits zur Verfügung - zum Beispiel beim Landesamt für Steuern in Rheinland-Pfalz. Den Antrag kann man auch noch im Laufe des Jahres stellen, dann gilt er aber erst für die Folgemonate.

Grundsätzlich gilt der Freibetrag zwei Jahre lang - es sei denn, in dieser Zeit ändern sich die Lebensumstände. Verkürzt sich etwa der Arbeitsweg durch einen Jobwechsel, müssen Steuerzahler das Finanzamt darüber informieren und den Freibetrag anpassen. Wer den Freibetrag erhält, muss außerdem in jedem Fall eine Steuererklärung abgeben.

Auch interessant: So viel Geld sollten Sie mit 30 bereits gespart haben.

dpa

Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
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