Aktuelle Nullrunde wegen Corona

Hoffnung für Millionen Deutsche: Renten dürften im kommenden Jahr wieder steigen

Nach der Renten-Nullrunde in diesem Jahr können sich Rentnerinnen und Rentner im kommenden Jahr voraussichtlich wieder auf steigende Bezüge einstellen.

Viele Rentner bekommen aktuell die Folgen der Corona-Krise finanziell zu spüren. Zum ersten Mal seit Jahren gibt es in diesem Juli für viele von ihnen keine Rentenerhöhung*

Renten dürften 2022 wieder steigen

Besserung ist möglicherweise allerdings schon 2022 in Sicht: Nach der Renten-Nullrunde in diesem Jahr können sich Rentner einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) im kommenden Jahr voraussichtlich wieder auf steigende Bezüge einstellen. „Steigen die Löhne in diesem Jahr wie erwartet, wird es im nächsten Jahr voraussichtlich wieder eine positive Rentenanpassung geben“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Rentenversicherung, Anja Piel, am Donnerstag (24. Juni) bei einer Bundesvertreterversammlung laut dpa. Genaueres wisse man derzeit aber noch nicht. „Die Höhe steht erst im Frühjahr 2022 fest.“

Lesen Sie zudem: Immer mehr Deutsche wollen scheinbar früher in Rente – wieviel sie dafür zusätzlich bezahlen.

Aufgrund des Corona-Einbruchs fällt in diesem Jahr die sonst im Sommer übliche Erhöhung der Altersbezüge 2021 im Westen Deutschlands aus. In den neuen Bundesländern steigen die Renten zum 1. Juli um 0,7 Prozent.

Rentenniveau wird gehalten

Die Einnahmen der Rentenversicherung aus Beiträgen stiegen dem dpa-Bericht zufolge im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent. Nach den aktuellen Schätzungen dürften sich die Pflichtbeiträge im Jahr 2021 um 1,9 Prozent erhöhen. Diese Entwicklung weise auf eine langsame Normalisierung hin, so Piel laut dpa.

Nach den aktuellen Vorausberechnungen bleibe der Beitragssatz mindestens noch 2022 konstant. „2023 könnte eine kleine Anhebung auf 18,7 Prozent erforderlich sein.“ Im Oktober 2020 war für 2023 noch ein Beitragssatz von 19,3 Prozent prognostiziert worden.

Der laut Gesetz maximale Beitragssatz von 20 Prozent werde bis 2025 aus heutiger Sicht nicht erreicht. Auch beim Rentenniveau werde die Haltelinie von 48 Prozent bis 2025 eingehalten. Im laufenden Jahr betrage das Rentenniveau 49,4 Prozent. Durch einen statistischen Effekt werde das Rentenniveau dabei ab dem 1. Juli 2021 rechnerisch um rund einen Prozentpunkt höher ausgewiesen.

Auch interessant: So viele Deutsche beziehen ihre Rente im Ausland – vor allem in diesen Ländern.

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
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Rubriklistenbild: © Stephan Scheuer/dpa

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