Hochzeit, und danach?

Heiraten: Darum zoffen sich Paare oft ums Geld - die größten Ehe-Irrtümer

Bräutigam steckt Braut den Ring an den Finger - Hochzeitsfeier
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Bei vielen verheirateten Paaren ist Geld leider ein Streitthema.

Bei vielen verheirateten Paaren ist Geld leider ein Streitthema. Die häufigsten Irrtümer und was jeder schon vor der Hochzeit wissen sollte. 

  • Wenn es ums Geld geht, sollten Paare wichtige Fragen am besten schon vor der Hochzeit klären.
  • Experten berichten über häufige Irrtümer in der Ehe.
  • Damit erst gar keine Missverständnisse entstehen, lohnt es sich, die Fakten zu kennen.

Verliebt, verlobt, verheiratet. Und dann? Damit das Ehepaar sich an seinem Glück gemeinsam erfreuen kann und sich nicht ständig über Geld* streiten muss, sollten sich beide Partner bewusst sein, was sie mit dem Bund der Ehe eingehen. Die Experten der Zeitschrift „Finanztest“ erklären in einem aktuellen Beitrag, was Partner vor dem Ja-Wort bedenken sollten. Die häufigsten Ehe-Irrtümer und fünf Fakten, die jeder darüber wissen sollte:

  • Gehört den beiden Partnern nach der Hochzeit alles gemeinsam? Wer das glaubt, liegt falsch. Dem Ehepaar gehört nicht automatisch alles gemeinsam. Den eine Heirat* ändere nichts an den Vermögensverhältnissen der Partner, wissen die Experten. Jeder der beiden Partner behält sämtliche Vermögensgegenstände, die er in die Ehe mitbringt. Und auch Vermögensgegenstände, die jeder der beiden während der Ehe unter seinem Namen erwirbt, sind sein Eigentum. Es sei denn die Eheleute haben im Ehevertrag eine Gütergemeinschaft vereinbart - dann wird alles, was während der Ehe erworben wird, gemeinschaftliches Vermögen der Ehegatten. 
  • Stimmt es, dass getrennte Konten auch Gütertrennung bedeuten? Auch das ist Experten zufolge ein Irrtum. Ob Ehepartner getrennte Konten führen oder ein gemeinsames Konto einrichten, hat keine Auswirkungen auf ihren Güterstand. Die Gütertrennung gilt wiederum nur, wenn Eheleute dies in einem notariellen Ehevertrag vereinbart haben.
  • In Bezug auf die Trennung der jeweiligen Vermögen der Ehegatten bestehen zwischen der Gütertrennung und der ohne Ehevertrag geltenden Zugewinngemeinschaft allerdings keine Unterschiede, heißt es dazu in einem Beitrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). In beiden Fällen blieben die Vermögen der Ehegatten getrennt. Der Unterschied: Bei der Gütertrennung erfolge im Falle einer Scheidung keine Teilhabe an dem Vermögen des anderen Partners durch einen Zugewinnausgleich.
  • Lesen Sie hier: Hochzeitsfeier verschieben statt stornieren? Was ein Heirats-Experte künftigen Brautpaaren rät
  • Muss der Ehepartner zustimmen, wenn der andere etwas verkaufen will? Auch das ist einer der Irrtümer, über den die Experten gerne aufklären. Denn im Prinzip kann jeder Ehepartner verkaufen, was er will. Eine Ausnahme gilt, wenn das Geschäft einen Vermögensgegenstand betrifft, der nahezu das gesamte Vermögen des veräußernden Ehegatten ausmacht. Das kann zum Beispiel bei einer Immobilie der Fall sein - dann müsste der Ehepartner die Zustimmung des anderen einholen.
  • Ist der Ehepartner gut versorgt, wenn dem anderen etwas zustößt? Es kommt darauf an: „Stirbt einer der Eheleute, erhält der andere unter Umständen eine Witwen- beziehungs­weise Witwerrente“, erklären die Experten auf „Finanztest.de“. „Ein solcher Anspruch kann bestehen, wenn der verstorbene Partner Beiträge in die gesetzliche Renten­versicherung gezahlt hat.“ Die Hinterbliebenenrente hängt den Experten zufolge von der Dauer und der Höhe der geleisteten Beiträge ab und ist „meist nicht allzu hoch“. Die Witwenrente werde zudem nur bezahlt, wenn die Ehe mindestens ein Jahr bestanden habe, schreibt das Portal zudem. „Ausnahmen sind möglich, wenn der Partner zum Beispiel bei einem Unfall oder aufgrund einer plötzlichen Krankheit stirbt.“
  • Hat der verstorbene Partner eine Lebensversicherung abgeschlossen, kann der Hinterbliebene gut versorgt sein, heißt es weiter in einem dpa-Beitrag, vorausgesetzt, das letztendlich ausgezahlte Kapital sei hoch genug und der Hinterbliebene sei im Versicherungsvertrag als Bezugsberechtigter genannt.
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  • Lohnt sich die Hochzeit aus einkommensteuerlichen Gründen? Nur wenn beide Partner etwa gleich viel verdienen, lohnt sich eine Heirat aus rein einkommensteuerlichen Gründen nicht, klären die Experten auf „Finanztest.de“ auf. Der Tarif bringe dann echte Vorteile, wenn ein Partner mehr verdiene als der andere. Gerade bei Familien, in denen einer Voll­zeit und der andere der Kinder wegen Teil­zeit arbeite, sei das oft der Fall. „Beide Grund­frei­beträge lassen sich voll ausnutzen und das Paar stößt insgesamt in nicht so hohe Steuersätze* vor“, kommt eine Rechts­anwältin in dem Beitrag zu Wort. (ahu) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks

Hochzeitsbank mit Gravur

Sie suchen noch nach einem Geschenk oder einer Idee für eine Hochzeit? Brautpaare könnten sich zum Beispiel über eine Gartenbank (werblicher Link) mit zwei personalisierten Plaketten freuen.

Quellen: Finanztest.de, dpa

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Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
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