Vergleich

"Bares für Rares" bekommt jetzt von diesem Format Konkurrenz - ist das das Ende der Show?

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Die Händler in "Bares für Rares" haben bereits Kult-Charakter.

Die beliebte Trödelshow "Bares für Rares" ist ein wahrer Quotenschlager - doch nun will RTL mit dem Format "Die Superhändler" punkten. Doch welche ist besser?

Trödel, Tratsch und Händler-Duelle: Der Fernsehsender ZDF hat mit seinem Format "Bares für Rares" bei vielen Deutschen ins Schwarze getroffen. Seit 2013 läuft die Trödel-Show mega-erfolgreich, moderiert wird sie von Starkoch und Ulknudel Horst Lichter. Kein Wunder also, dass auch andere Sender nun auf den Trödel-Trend aufspringen - und eigene Shows produzieren.

So strahlt der Kölner Privatsender RTL seit kurzem "Die Superhändler - 4 Räume 1 Deal" aus - und will dem Trödel-Platzhirsch nun mächtig Konkurrenz machen. Doch kann es überhaupt mithalten? Stern Online hat den Vergleich gemacht - und Erstaunliches herausgefunden. Was haben die beiden Shows gemeinsam - und wo unterscheiden sie sich?

"Die Superhändler" vs. "Bares für Rares": Welche ist die bessere Show?

Grundsätzlich liegt der Erfolg der Trödelshows darin begründet, dass viele Zuschauer hoffen, selbst ein kleines Schätzchen auf dem Speicher oder im Keller stehen zu haben. Schließlich wird in Deutschland gerade so viel geerbt wie noch nie. Doch während die Händler zusammen an einem Tisch sitzen und sich oft regelrecht Bieter-Duelle um Raritäten wie bei einer realen Auktion liefern, geben diese in "Die Superhändler" getrennt voneinander Gebote ab.

Moderator Sükrü Pehlivan und seine Händler-Kollegen müssen sich in "Die Superhändler" noch beweisen.

Der Verkäufer entscheidet dann für sich, zu welchem Angebotspreis er verkaufen möchte. Das Spannende daran: Dieser weiß nicht, was die anderen Händler bieten würden - sobald er allerdings einen Raum verlässt, erlischt das jeweilige Gebot. Wenn er sich für eines entscheidet, erfährt er erst im Nachhinein, was die anderen geboten hätten. Da beides seinen Charme habe, schlussfolgert Stern Online, sei hier die Wertung unentschieden.

Auch interessant: "Bares für Rares": Verkäufer lehnt höchstes Gebot aller Zeiten ab - das ist der Grund.

Anders sieht es aus, wenn das Charisma der Moderatoren bewertet werden soll. So sei der Fernsehkoch mit der großen Klappe, Horst Lichter, ein wahrer "Glücksgriff" für die Show, so das Nachrichtenportal weiter. Dagegen könne der "Superhändler"-Moderator und Antiquitäten-Experte Sükrü Pehlivan nicht ankommen. Dieser sei vielen Zuschauern zwar bereits aus der RTL2-Show "Der Trödeltrupp" geläufig, doch Lichter habe einfach eine größere Fangemeinde.

Kult-Charaktere, wertvollere Objekte, mehr Expertise: "Bares für Rares" kann auf ganzer Linie punkten

Doch nicht nur Lichter, auch andere Show-Figuren wie Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel oder die Händler Walter "Waldi" Lehnertz, Ludwig Hofmaier oder Fabian Kahl sind dank ihrer außergewöhnlichen Charaktere nicht mehr aus "Bares für Rares" wegzudenken. Sie können nicht nur mit viel Expertise, sondern auch mit kuriosen Sprüchen bei den Zuschauern punkten. Bei den "Superhändlern" dagegen kennen die Kandidaten nicht mal die Händler. Doch solch einen Wiedererkennungswert bräuchte die RTL-Trödelshow dringend, so das Urteil von Stern Online.

Allen voran Ludwig "Lucki" Hofmaier ist das Gesicht der Show. Der sympatische Bayer ist ein echtes Original. Glücklicherweise blieb er beim Feuer-Unglück mit seinem Wohnmobil unverletzt und wird den Fans erhalten bleiben.

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Kein Wunder also, dass die Quoten von "Bares für Rares" boomen - so sollen durchschnittlich drei Millionen Zuschauer jeden Tag verfolgen, wenn im Pulheimer Walzwerk wieder mächtig gefeilscht wird. "Die Superhändler" können dagegen nur bis zu 800.000 Deutsche vor die Bildschirme locken - Tendenz steigend, wie das Nachrichtenportal berichtet. Vor allem bei den Jüngeren (14-49-Jährigen) komme "Die Superhändler" gut an. Außerdem wird sie erst seit Ende August ausgestrahlt.

Am Ende geht dennoch "Bares für Rares" ganz klar aus dem Vergleich als Sieger heraus: Allein die vielen Infos und Details über die Raritäten durch die Experten sowie der seriöse "Touch" der Sendung können überzeugen. Außerdem finden sich hier weitaus ungewöhnlichere und wertvollere Raritäten als bei "Die Superhändler", wo nur selten mehr als 200 Euro geboten werden, so das Fazit von Stern Online. Das mache "den Klassiker zur besseren Show".

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jp

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