Obergrenze für Gebühren

Alte Rufnummer, neuer Handy-Vertrag: Was Sie beim Wechsel wissen sollten

Neuer Vertrag, alte Nummer? Mobilfunkanbieter müssen sich an die Regeln halten. (Symbolbild)
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Neuer Vertrag, alte Nummer? Mobilfunkanbieter müssen sich an die Regeln halten. (Symbolbild)

Wer beim Wechsel des Mobilfunkvertrags seine bisherige Rufnummer zum neuen Anbieter mitnimmt, muss dafür keine hohen Gebühren mehr zahlen.

  • Wer seine bisherige Rufnummer zum neuen Anbieter mitnimmt, muss keine hohen Gebühren mehr zahlen.
  • Denn seit 20. April gilt eine neue Regelung beim Wechsel des Mobilfunkvertrags.
  • Tipps, was Sie bei der Mitnahme Ihrer Handynummer beachten sollten.

Mitnahme der alten Rufnummer wird billiger

Gute Nachrichten für Handy-Nutzer*: Bei einem Wechsel des Mobilfunkvertrags müssen sie jetzt deutlich weniger für die Mitnahme der alten Rufnummer zum neuen Anbieter zahlen. Denn es gibt eine neue Regelung: "Ab heute dürfen für die Portierung höchstens 6,82 Euro erhoben werden", teilte die Bundesnetzagentur am 20. April mit. Sie setzte bei allen Anbietern diese einheitliche Brutto-Obergrenze für das sogenannte Portierungsentgeld durch, das bisher oft bei rund 30 Euro gelegen habe.

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Mobilfunkanbieter sind aufgefordert, die Gebühren zu senken

Laut der Bundesnetzagentur wurden alle Mobilfunkanbieter bereits Mitte Februar aufgefordert, die Gebühren für Endkunden mit Wirkung zum 20. April entsprechend zu senken. "Die überwiegende Anzahl der Marktteilnehmer" habe das auch getan, bei den übrigen wurden die Gebühren demnach nun zwangsweise angepasst. Den Anbietern sei "freigestellt, für die Leistung auch ein niedrigeres Entgelt oder gar kein Entgelt zu erheben", erklärte die Behörde.

"Die Absenkung der in Deutschland vergleichsweise hohen Kosten für die Mitnahme der Rufnummer war überfällig", erklärte Jens-Uwe Theumer, Vize-Chef Telekommunikation beim Vergleichsportal Verivox. In Österreich etwa liege die Grenze schon seit 2016 bei zehn Euro.

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Mitnahme der Handynummer - die wichtigsten Tipps

Doch was ist bei einem Wechsel und der Mitnahme der Handynummer* alles zu beachten? Die drei wichtigsten Tipps:

Kündigung: Auf jeder Rechnung findet sich sowohl die Kündigungsfrist als auch der letztmögliche Tag der Kündigung. Grundsätzlich sollte man den alten Mobilfunkvertrag immer selbst kündigen. Wenn die Zeit knapp wird und man keine Bestätigung vom Anbieter mehr abwarten kann, ist ein Einschreiben mit Rückschein sinnvoll. 

Rufnummermitnahme: Der Mitnahmewunsch wird immer vom neuen an den bisherigen Anbieter übermittelt. Den Wunsch am besten schon im Rahmen der Tarifbeauftragung beim neuen Anbieter angeben und exakt die gleichen persönlichen Daten verwenden, die der bisherige Anbieter hat, rät die Bundesnetzagentur. Sonst kann die sogenannte Portierung scheitern.

Zwar muss der Portierungsauftrag grundsätzlich spätestens am Tag der Beendigung des Vertrags beim bisherigen Anbieter eingegangen sein. Oftmals ermöglichen die Anbieter eine Portierung aber auch noch bis zu 90 Tage nach Vertragsende.

Vorzeitige Portierung: Kundinnen und Kunden können von ihrem aktuellen Anbieter jederzeit verlangen, die ihnen zugeteilte Mobilfunkrufnummer auf einen anderen Anbieter zu übertragen - selbst innerhalb der Vertragslaufzeit.

Der alte Vertrag behält aber weiter Gültigkeit, muss also weiter bezahlt werden. Auf Verlangen hat man sogar das Recht auf eine neue Mobilfunknummer für die Dauer der Restlaufzeit.


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ahu/dpa

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