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Adriana Chechik: Droht Twitch jetzt Mega-Klage nach dramatischem Unfall?

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Von: Aileen Udowenko

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Adriana Chechik hat sich auf der TwitchCon eine ernste Rückenverletzung zugezogen. Nun könnte Twitch und Lenovo eine empfindliche Schadensersatzklage von Adriana Chechik drohen.

Update vom 19.10.2022: Auch wenn Adriana Chechik sich nach ihrem schweren Unfall und der Rückenverletzung auf der TwitchCon langsam wieder erholt und schon die ersten Gehversuche mit den Physiotherapeuten unternommen hat, ist die Angelegenheit noch lange nicht erledigt. Wie wir schon berichteten, hatte die Streamerin von mangelnden Sicherheitsvorkehrungen des Veranstalters gesprochen. Bei einer Klage von Chechik könnte Twitch eine empfindliche Strafzahlung drohen, da sich der Unfall in den USA ereignet hat und das Rechtssystem dort anders als in Deutschland funktioniert.

MesseTwitchCon
OrtSan Diego, USA
Datum7. Oktober bis 9. Oktober
Besucherca. 30.000

Adriana Chechiks TwitchCon-Unfall könnte Folgen für den Veranstalter haben

Das deutsche Schadensersatzrecht ist darauf ausgerichtet ist, den Zustand wieder herzustellen, der vor Eintritt eines Schadensfalles vorgeherrscht hat. Erst wenn dieser Zustand tatsächlich nicht mehr wieder hergestellt werden kann, ist vom Schädiger Schadensersatz in Form von Geld zu leisten.

In den USA gelten ganz andere Regeln. Hier können auch hypothetische Schäden in der Zukunft mit einfließen. Der größte Unterschied zu Deutschland liegt jedoch in der Strafschadensersatzsumme (Punitive Damages). Mit dieser Zahlung soll der Verursacher abgehalten werden, weiteren Schaden zu verursachen. Da es sich bei Twitch und ein großes Unternehmen handelt, sind hier Millionen-Beträge als Schadensersatz möglich.

Update vom 16.10.2022: In der vergangenen Woche kam es bei der TwitchCon zu mehreren Unfällen in einem FoamPit. Mehrere Leute verletzten sich bei einer Promo-Aktion von Lenovo, am schlimmsten traf es aber Streamerin Adriana Chechik, die sich bei einem Sprung in die Schaumstoffgrube den Rücken an zwei Stellen brach. Gleich mehrere Operationen musste Chechik seitdem durchlaufen. Jetzt hat sie erstmals seit dem Unfall ein Video gepostet, das Fans über das Ausmaß ihrer Verletzungen aufklärte.

Die gute Nachricht ist, dass Adriana Chechik im Video bereits wieder ihre ersten Schritte gehen konnte. Allerdings geschah das unter offensichtlicher Anstrenung und Schmerzen. Auf Twitter schreibt sie dazu „Es war so anstrengend, ich habe seitdem den ganzen Tag geschlafen.“ Unter dem Video bekunden zahlreiche Fans ihr Entsetzen über die Situation, aber auch Mitgefühl und Unterstützung für die Streamerin.

TwitchCon: Adriana Chechik sieht Schuld für Unfälle bei Organisatoren

In einem weiteren Tweet verweist Chechik die Verantwortung für die Verletzungen bei der TwitchCon klar auf die Organisatoren des Events. Ihr Sprung in die Schaumstoffgrube passierte in der Annahme, dass die nötigen Sicherheitsvorkehrungen dafür getroffen worden wären. „Ich bin nicht schuld. Niemand der Verletzten ist schuld“, schreibt sie weiter. Viele Fans von Adriana Chechik bestärken die Streamerin jetzt dazu, Klage gegen die Verantwortlichen zu erheben.

TwitchCon: Streamerin bricht sich in Schaumstoff-Pool den Rücken

Ursprüngliche Meldung vom 10.10.2022: San Diego – Eigentlich sollte die Schaumstoffgrube auf der TwitchCon eine witzige Promo-Aktion werden, stattdessen verletzten sich aber gleich mehrere Besucher bei der Messe-Attraktion. Eine Streamerin erwischte es allerdings besonders schlimm, denn durch ihren waghalsigen Sprung brach sie sich ihren Rücken gleich an zwei Stellen. Auf Twitter häufen sich nun die Vorwürfe gegen die Organisatoren der gepolsterten Arena.

TwitchCon: Streamerin bricht sich Rücken bei Promo-Aktion – muss operiert werden

Das ist passiert: Zwischen dem 7. und 9. Oktober fand in San Diego die diesjährige TwitchCon statt. Wie immer versammelten sich auch eine Menge Streamer-Sternchen auf der Messe und diese konnten sich bei verschiedenen Promo-Aktionen ordentlich austoben. Für einige der Besucher wurde aber ausgerechnet eine Schaumstoffgrube zum Verhängnis.

Bei der Promo-Aktion von Lenovo und Intel sollten sich Kontrahenten im Gladiatoren-Style gegenseitig von ihren Plattformen stoßen und anschließend in einem Schaumstoff-Bad aufgefangen werden. Allerdings gab die Schaumstoffgrube nicht die angestrebte Sicherheit, sondern verursachte sogar mehrere Verletzungen. Die Streamerin Adriana Chechik brach sich bei ihrem Siegessprung in die eigentlich gepolsterte Grube sogar ihren Rücken an zwei Stellen.

Adriana Chechik springt ins Schaumstoff-Bad auf der TwitchCon 2022
TwitchCon: Mehrere Verletzte durch Schaumstoff-Bad – Streamerin bricht sich Rücken © Twitch (Montage)

So geht es Adriana Chechik: In einem Video des Vorfalls sieht man, wie Adriana nach einem gewonnenen Match in die Schaumstoffgrube springt und anschließend nicht mehr mit eigener Kraft aufstehen kann. Ein Kommentator verkündet sogar noch über ein Mikrofon: „Ihr geht es gut“. Dabei hatte sich die Streamerin zu diesem Zeitpunkt bereits zweifach ihren Rücken gebrochen.

Der Bruch ist sogar so schlimm, dass Adriana operiert werden muss, wie sie auf Twitter bekannt gab. Die Streamerin regt sich außerdem darüber auf, wie fahrlässig die Veranstalter mit der Situation umgegangen sind. Denn anscheinend kam es bereits vor ihr zu mehreren Unfällen in der Schaumstoffgrube, doch die Attraktion wurde dennoch nicht geschlossen.

TwitchCon: Adriana Chechik mit Rücken-Bruch – Nicht die einzige Verletzte bei Promo-Aktion

Verletzte melde sich auf Twitter: Auf Twitter häufen sich seit dem Video von Adriana immer mehr Meldungen von Verletzten, die sich ebenfalls bei der Promo-Aktion von Lenovo und Intel verletzt haben. Auch wenn es Adriana wohl am schlimmsten getroffen hat, berichten Besucher über geprellte Knöchel und ausgerenkte Knie.

Das sagen die Organisatoren: Ein Pressesprecher von Lenovo sprach nun mit Kotaku und versicherte, dass nach den Gründen für die Vorfälle gesucht wird. „Wir wissen von den Unfällen auf der TwitchCon, bei denen Besucher im Gladiatoren-Game von Lenovo Verletzungen erlitten. Die Attraktion wurde geschlossen und wir werden uns die Unfälle mit dem Veranstalter noch einmal genauer ansehen“.

Auch die Streaming-Plattform selbst steht in der Kritik, denn Twitch will Streamern in Zukunft weniger Geld zahlen.

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