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Öko-Test mit seltenem Ergebnis: gute Nachricht für Sparfüchse

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Von: Anne Tessin

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Die Erbsen, die wir in der Küche verwenden, sind kaum noch frisch. Aber kann man das Gemüse bedenkenlos tiefgekühlt kaufen? Öko-Test hat TK-Erbsen geprüft.

Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist eindeutig: Täglich sollten wir mindestens 5 Portionen Gemüse und Obst essen, davon drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Das macht täglich etwa 400 g Gemüse und 250 g Obst. Wer diese Mengen frisch im Haus haben will, bekommt schnell ein Platz und Haltbarkeitsproblem. Außerdem hat nicht jedes Gemüse und Obst rund ums Jahr Saison. Die Lösung: Tiefgekühltes. Besonders gefrorenes Gemüse ist praktisch, da es lange haltbar und schnell zubereitet ist. Aber ist Tiefkühlgemüse wirklich so eine gute Wahl? Öko-Test hat in seiner aktuellen Ausgabe (01/2022) die besonders beliebten Tiefkühl-Erbsen unter die Lupe genommen – mit überraschendem Ergebnis.

Öko-Test prüft Tiefkühl-Erbsen: 21 Produkte im Test

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Alle 21 Produkte, die Öko-Test geprüft hat, haben die Note „sehr gut“ erhalten. Die Experten haben die Erbsen auf Schadstoffe untersucht: „Was die Belastung mit Pestiziden, Cadmium oder Nitrat angeht, machen Sie mit TK-Erbsen nichts falsch“, erklärt Öko-Test. In der Testgruppe waren acht Bio-Produkte und 13 konventionelle Produkte. In sechs Produkten aus konventioneller Herstellung fanden sich sehr geringe Mengen von Spritzmittelrückständen wie beispielsweise Pyrimethanil oder Azoxystrobin. Die acht Bio-Produkte im Test waren völlig frei von synthetischen Pestiziden.

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gefrorene Erbsen
Alle 21 Tiefkühlerbsen im Öko-Test erhielten die Note „sehr gut“. © Niehoff/Imago

Öko-Test mit positivem Ergebnis: Herkunft der Tiefkühl-Erbsen spielt wichtige Rolle

Also keine bedenklichen Testergebnisse bei TK-Erbsen. Dieses für Tester und Verbraucher gleichermaßen erfreuliche Ergebnis führt Öko-Test auf die Herkunft der Erbsen zurück. Demnach stammen die überprüften Hülsenfrüchte alle aus der EU. In der Europäischen Union angebaute konventionelle Erntefrüchte enthalten in der Regel weniger Pestizidrückstände als vergleichbare Produkte, die aus Anbaugebieten außerhalb der EU stammen. Das gehe aus den Jahresberichten des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hervor, führt Öko-Test aus.

Es ist also ganz gleich, ob Sie sich am Tiefkühlregal für die Erbsen einer teuren Marke entscheiden, oder das günstige No-Name-Produkt – in jedem Fall bekommen Sie unbelastete Erbsen.

Anders sieht das leider beim Müsli aus. Denn beliebte Müsli-Marken sind im Öko-Test durchgefallen.

Auch über den Vitamingehalt müssen Sie sich keine Gedanken machen. Tiefgefrorenes Gemüse enthält in der Regel nicht nur mehr Nährstoffe als dasselbe Gemüse in Gläsern oder Dosen, sondern auch mehr als das frisches Gemüse, das schon einige Tage auf dem Transportweg und im Kühlschrank hinter sich hat. Durch das Licht und die Wärme, denen das frische Gemüse ausgesetzt ist, sinkt der Nährstoffgehalt nach und nach deutlich ab. Erbsen verlieren so innerhalb von zwei Tagen nach der Ernte im Kühlschrank über 40 Prozent an Vitamin C, erklärt „Markt“ das Verbrauchermagazin des NDR. Tiefgekühltes Gemüse, das nach der Ernte schockgefroren und danach gut gelagert wurde, kann dagegen mehr Nährstoffe bewahren. (ante) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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