Teure E-Book-Reader lohnen sich nur für Vielleser

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Ob jemand zu einem günstigen oder teuren E-Book-Reader greift, sollte vom Lesepensum abhängen. Foto: Maja Hitij

Hannover (dpa/tmn) - E-Book-Reader machen unzählige Buchtitel digital verfügbar. Für Gelegenheitsleser muss es allerdings nicht immer das teuerste Modell sein. Jedoch sollten Kunden bedenken, auf welchen Buchhändler sie sich mit dem Kauf eines Geräts einlassen.

E-Book-Reader sehen auf der ersten Blick ziemlich gleich aus. Doch zwischen den verschiedenen Modellen gibt es große Unterschiede bei Funktionsumfang und Preisen. Einige Funktionen sind für Gelegenheitsnutzer verzichtbar. So braucht man für die gelegentliche Lektüre von digitalen Büchern nicht das Spitzenmodell mit HD-Bildschirm und Wasserschutz für mehr als 150 Euro. Laut einem Bericht der Zeitschrift "c't", die acht aktuelle Geräte getestet hat, sind Gelegenheitsnutzer nämlich schon mit einem Einsteigermodell wie etwa Amazons Kindle für rund 60 Euro gut bedient. Auch für diesen Preis erhalten Verbraucher bereits leistungsstarke Geräte mit langer Laufzeit und einem angenehm abzulesenden Bildschirm.

Wer häufiger lesen will, sollte mehr Geld in die Hand nehmen, raten die Experten. Modelle wie Amazons Kindle Paperwhite und das deutsche Modell Tolino 2 böten mit besseren Displays und Hintergrundbeleuchtung für rund 130 Euro ein gutes Gesamtpaket, wobei der Tolino 2 durch die größere Auswahl an E-Book-Shops leicht im Vorteil sei. Mit Preisen von rund 180 Euro sind die Spitzenmodelle wie etwa der Kindle Voyage oder Kobo Aura H2O nach Ansicht der Tester vor allem etwas für Vielleser. Im Vergleich zu den kleineren Modellen bringen sie hochauflösende Displays, Wasserschutz (Kobo) und bessere Textanzeige mit. Allen E-Book-Readern gemein ist die lange Akkulaufzeit durch die mit elektronischer Tinte betriebenen und daher sparsamen Displays.

Worauf Käufer eines E-Book-Readers achten müssen: Mit jedem Gerät legt man sich mehr oder weniger auf einen bestimmten digitalen Buchhändler fest. Mit Amazons Kindle-Modellen lassen sich beispielsweise nur E-Books des Onlineriesen kaufen. Wer sich etwa für einen Tolino entscheidet, erhält zunächst nur Bücher des Händlers, bei dem das Gerät gekauft wurde. Über den Dienst Tolino Cloud der Telekom lassen sich laut "c't" aber auch E-Books anderer Tolino-Partner auf das Tablet laden. Mit geeigneter Software wie dem Programm Calibre lassen sich allerdings die verschiedenen E-Book-Formate auch konvertieren - sofern sie nicht über einen eingebauten Kopierschutz verfügen.

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