Snapchat-Filter

Krasser Trend: So sehr haben Selfies die Wahrnehmung von Schönheit beeinflusst

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Selfies sind für viele spaßig - bei anderen wiederum führen sie zu einem veränderten Selbstbild.

Plattformen wie Snapchat bieten uns Filter um kleine Makel verschwinden zu lassen - inzwischen nimmt das Streben nach Perfektion allerdings krankhafte Züge an.

So formuliert es zumindest ein Meinungsstück, das nun in der amerikanischen Fachzeitschrift JAMA Facial Plast Surgery erschienen ist. Darin beschreiben die Autoren dieses Phänomen, das bereits einen Namen hat: Die Snapchat-Dysmorphophobie. Dabei handelt es sich um eine Störung des Selbstbildes, die unter anderem durch die Welt der perfekten Selfies begünstigt wird.

Snapchat-Dysmorphophobie: Betroffene laufen immer öfter zum Beauty-Doc

Während Betroffene bisher dem Schönheitsideal von Hollywood-Stars nacheiferten, würden diese nun vermehrt wie die gefilterte Version ihrer Selbst aussehen wollen - mit volleren Lippen, größeren Augen und schmaleren Nasen.

Eine Umfrage der American Academy of Facial Plastic and Reconstructive Surgery (AAFPRS) ergab, dass mittlerweile 55 Prozent der Chirurgen Patienten behandeln, die sich alleine deshalb operieren lassen wollen, um auf Selfies besser auszusehen. 2015 waren es "nur" 42 Prozent. Diese Verhaltensweise geht laut den Autoren weit über eine bloße Unsicherheit gegenüber des eigenen Körpers oder eines mangelnden Selbstbewusstseins hinaus.

Die Autoren, die selbst Chirurgen sind, empfehlen deshalb, eben keine Schönheitsoperationen durchzuführen, sondern sich psychologische Hilfe, wie zum Beispiel in Form einer kognitiven Verhaltenstherapie, zu suchen. Durch die OPs würde die Dysmorphophobie vermutlich nur verstärkt werden.

Auf diesen Foto-Filter fahren Selena Gomez, Rita Ora & Co. ab - er verändert nicht die Gesichtszüge, sondern versetzt Sie in die 90er Jahre zurück.

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