Jährlich 500 Milliarden Dollar Schaden

Cyberkriminalität kostet viele Milliarden

Washington - Kriminalität und Spionage im Internet kosten die Wirtschaft weltweit jährlich bis zu einer halben Billion Dollar. Opfer von Kriminellen im Netz werden vor allem Unternehmen.

Die Kosten beliefen sich auf 100 bis 500 Milliarden Dollar (75 bis 375 Milliarden Euro), teilten die Internetsicherheit-Firma McAfee und das Zentrum für Strategische und internationale Studien (CSIS) am Montag (Ortszeit) mit. Den größten Schaden richtet dabei demnach der Diebstahl zentraler Unternehmensdaten und geistigen Eigentums an.

Der von McAfee und dem CSIS berechnete Schaden durch Cyberkriminalität fällt deutlich geringer aus als in anderen Studien, welche die Folgen teils mit einer Billion Dollar jährlich beziffern. "Es wird immer eine Spanne sein", erklärte CSIS-Forscher James Lewis. "Die Daten sind entweder nur sehr wenige oder verzerrt". Die aktuelle Studie erlaube es aber besser als bislang, die Kosten von Cyberkriminalität von jenen von Risiken wie Drogenhandel oder anderen Arten des Diebstahls zu unterscheiden.

Die CSIS-Studie sei die erste, die "tatsächliche ökonomische Modelle verwendet, um die Verluste aus krimineller Cyberaktivität zu beziffern", erklärte der Technologie-Vorstand von McAfee, Mike Fey. Neben dem Verlust geheimer Daten und geistigen Eigentums bewirkt Cyberkriminalität der Studie zufolge auch Schäden durch schwindendes Vertrauen in Internetaktivitäten. Hinzu kämen zusätzliche Kosten für Sicherheitsmaßnahmen, Versicherungen, das Beheben der erlittenen Schäden und potenzielle Schäden für den Ruf eines Unternehmens.

AFP

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