Das erste echte Action-Adventure für die PS Vita im Test

Gravity Rush: Berauschende Anziehung

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Comic-Optik, Open-World-Feeling und überhaupt: Ein Spiel, das die Vita gebrauchen konnte. - Ein echtes Action-Adventure eben. In "Gravity Rush" schlüpfen Spieler in die Haut von Kat, einem Mädchen, dass offensichtlich den Naturgesetzen und somit der Erdanziehung trotzen kann. Mehr erfährt man zunächst nicht, denn die gute Kat leidet unter Gedächtnisverlust. Belgeitet wird der Twen von der treuen Samtpfote Dusty.

Zur Story

Die Spielwelt von Gravity Rush, die Stadt Hekseville, ist wie bereits eingangs erwähnt frei begehbar. Mit Fortschreiten der Spielgeschichte wird der Zugang zu weiteren Stadtteilen freigeschaltet. Natürlich erwarten den Spieler auch dort zahlreiche Quests und Mini-Aufgaben. Mithilfe von Kristallen lassen sich Kats Fähigkeiten verbessern. Nebenaufaben löst man Adventure- typtisch, kurzweilige Geschicklichkeitsspiele, wie etwa das Sprinten über Häuserdächer, sorgen für einen regen Spielfluss. Die Story, soviel sei verraten, birgt einige Überraschungen - eine Tiefe, wie sie beispielsweise Titel wie "Uncharted: Golden Abyss" bieten, besitzt "Gravity Rush" jedoch nicht. Allerdings, und das sei angemerkt, benötigt das Open-World-Adventure diese auch nicht zwingend. "Gravity Rush" lebt von seiner Optik, seinem Anime-Charme, den Charakteren und der Art, die Geschichte zu erklären.

Die Grafik

Die Spielwelt von "Gravity Rush" erinnert optisch an eine Mischung aus den Metropolen "Final Fantasys" und dem düsteren Los Angeles aus "Blade Runner". Die Grafik selbst ist wie gesagt comicartig, vergleichbar mit der von Spielen wie "XIII" oder "Borderlands". Je nach Örtlichkeit wechseln Licht und Farbe. Das tut der Atmosphäre des Spiels ungemein gut. Für ein Handheld-Titel ist die Optik wirklich beeindruckend. Vom optischen Erscheindungsbild einmal abgesehen, besitzt das Spiel auch einen stimmigen Soundtrack.

Zum Gameplay

Zentrales Spielelement ist die Beeinflussung der Schwerkraft. Das Gameplay schöpft nahezu alle gyroskopischen Steuerungsmöglichkeiten der PS Vita aus. Hut ab! Das ist nich nur technisch ausgereift, es macht auch noch einen Heidenspaß. Spieler legen die Richtung fest und bewegen sich dann dreidimensional im Raum. Auf Dächern und auf Häuserwänden ist Kat dann prima per pedes unterwegs. Auf konventionelle Waffen verzichtet Kat - glücklicherweise. Gegner erlegt man durch Körpereinsatz und dem Drehen am Knauf der Naturgesetze.

Fazit

 "Gravity Rush" ist das erste Spiel seiner Art auf der PS Vita: Ein echtes und durchdachtes Action- Adventure. Der Titel wäre dank Grafik und Setting sicher auch ein würdiges PS3-Konsolen-Spiel geworden. Dass "Gravity Rush" auf Sonys Handheld erschienen ist, mit all den gyroskopischen Steuerungsmöglichkeiten, ist jedoch umso besser. Es macht einfach Spaß.

Von Michael Koch

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