Ferngesteuerte Flitzer auf der PlayStation Vita und PlayStation 3

Crossplay in Reinkultur: "MotorStorm RC"

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Kleine Karossen, die via PlayStation Vita über die Piste gejagt werden - oder: via Playstation 3 auf auf dem Flatscreen-TV ihre Runden drehen.

Kleine Karossen, die via PlayStation Vita über die Piste gejagt werden - oder: via Playstation 3 auf auf dem Flatscreen-TV ihre Runden drehen. Mit "MotorStorm RC" von Sony ist nicht nur ein weiterer Teil der Motorstorm-Serie erschienen, das Rennspiel, das nur per Download im PlayStation Network erhältlich ist, perfektioniert auch das Crossplay.

Crossplay bezeichnet in dem Fall das problemlose Spielen eines Titels auf zwei verschiednenen Plattformen - ohne Abstriche bei Grafik oder Spielerlebnis. Der Spielefortschritt ist dabei stets synchron und obendrein macht das Fahren der kleinen Flitzer ziemlich viel Spaß.

Das "RC" in "MotorStorm RC" steht für Radio Controlled - zu Deutsch: funkferngesteuert. Verständlich also, dass man sich nicht hinter das Steuer der Offroader oder hochgezüchteten Straßenkreuzer setzt, sondern stets von oben auf das Renngeschehen blickt. Es gibt auf Wunsch verschiedene Ansichten.

Die Steuerung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Wer aber jemals einen ferngesteuerten Renner besaß, wird sich schnell akklimatisieren. Man muss manchmal etwas verquer denken, beispielsweise, wenn ein Bolide eine Kurve geradewegs auf uns zu nimmt. Dann gilt es, wie bei echten RC-Fahrzeugen üblich, gespiegelt zu steuern. Wem das zu abgefahren ist, der kann die alternative Steuerungsmethode wählen. Zudem lässt sich das Spiel in Puncto Benutzereingabe auch ansonsten stark den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Zu absolvieren sind bei "MotorStorm RC" verschiedene Renn-Modi wie etwa Drift-Fahrten, Zeitrennen oder konventionelle Rennen. Je nach Spielart ist es daher sinvoll, sich vorher genau zu überlegen, mit welchem Gefährt man welches Rennen antritt. Immerhin: Zum Test-Zeitpunkt gab es bereit insgesamt 236 Fahzeugmodelle sowie 144 verschiedene Achievements in Form von Medaillen.

Schade: Einen richtigen Mehrspieler-Modus wie es ihn beispielsweise bei "Wipeout 2048" gibt, sucht man bei "MotorStorm RC" vergebens. Zwar werden Bestzeiten aller Spieler bei den jeweiligen Renn-Events in Listen angezeigt, ein gegeneinander Fahren ist jedoch nicht möglich. Allenfalls werden so genannte Ghost-Vektoren angezeigt: Also Fahrlinie und -geschwindigkeit anderer Spieler, die die jeweiligen Events bereits abgeschlossen haben. In Anbetracht des günstigen Preises von gerade einmal knapp 6 Euro ist das jedoch nur ein kleiner Wehrmutstropfen. Zumal Käufer das Spiel nur für eine Plattform erwerben müssen und damit automatisch auch - kostenlos - auf der jeweils anderen benutzen können.

Fazit: "MotorStorm RC" ist ein kurzweiliges Spiel für zwischendurch.

Von Michael Koch

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