Wie gut ist das Spiel?

Call of Duty "Ghosts": Besser als Hollywood

München - Alle Jahre wieder bringt Activision ein neues "Call of Duty" auf den Markt. Wir testen den neuen Teil "Ghosts" der legendären Shooter-Reihe, der sich dieses Mal um eine Elite-Einheit in den besetzten USA dreht.

Kampagne

Entwickler Infinity Ward bleibt auch in Ghosts dem treu, was die Call-of-Duty-Reihe auszeichnet: Epische Blockbuster-Momente mit Explosionsorgien und Materialschlachten, die sogar Hollywood-Kracher wie Kindergeburtstag wirken lassen.  Von Anfang an reiht sich ein "Boah!"-Moment an den anderen. Gleich zu Beginn wird eine kalifornische Stadt von einer Weltraumwaffe aus beschossen und dem Erdboden gleichgemacht. Wenn man aus dieser Zerstörungsorgie rausgekommen ist, geht's handlungsmäßig in den Weltraum. Und zwar in ebenjene Raumstation, aus der aus die USA attackiert werden. Jetzt gilt es, die Übernahme durch eine feindliche Macht zu verhindern. Heißt konkret: Die bösen Jungs mit automatischen Waffen in der Schwerelosigkeit ausschalten. Was uns fette Action-Szenen beschert, die man in dieser Form noch in keinem Shooter gesehen hat.

Bei der Handlung der Kampagne geht Infinity Ward neue Wege und bricht mit allen bisherigen Storylines aus der Modern-Warfare-Reihe. Dieses Mal gibt eine Föderation südamerikanischer Staaten den Feind ab, der die USA überfällt. Eine wichtige Rolle im Widerstand spielt die legendäre Elite-Einheit "Ghosts", die vom Army-Captain Elias Walker angeführt mit. Er macht seine beiden Söhne Logan und David "Hesh" Walker, die Hauptfiguren des Spiels, zu "Ghost"-Kriegern, an deren Seite der deutsche Schäferhund Riley kämpft. Der Hund wird per Fernsteuerung im Schleichmodus als lautloser Killer auf Gegner losgelassen.Diese Hunde-Stealth-Sequenzen gehören zu den coolsten Momenten der Kampagne. Leider bekommt man diese Riley-Action nur in den ersten Leveln geboten. Vermutlich wollte der Entwickler kein Risiko eingehen, falls die CoD-Fans mit dem Hunde-Killer nichts anfangen können.

Jedenfalls führt einen die geniale Geschichte von den umkämpften USA ins Herz von Südamerika, wo die Ghosts den Feind im eigenen Land attackieren. Und ja: Es gibt wieder jede Menge überraschende Wendungen und WTF-Momente. Gehört ja schließlich zu "Call of Duty". Und ohne hier zu spoilern sei verraten: Noch nie spielte ein simples Erdloch eine derart wichtige Rolle in einem Videospiel. Spielen Sie's, dann finden Sie heraus, warum.

Multiplayer

Klar: Viele Shooter-Fans kaufen CoD traditionell vor allem wegen den Mehrspieler-Gefechte. Und auch sie werden mehr als ordentlich bedient. 

Wo Baller-Konkurrent "Battlefield 4" alle möglichen Fahrzeuge ins Mehrspieler-Feld führt, vleibt "CoD" seinen wurzeln treu. Heißt: Keine Fahrzeuge, dafür kleine, übersichtliche Karten, die in kurzen Schlachten den schnellen Mehrspieler-Kick für zwischendurch bringen. 

Neu sind die dynamischen Strukturen, das heißt: einstürzende Häuser oder explodierende Objekte in den Karten.

Neu ist auch der Trupp-Modus. In "Ghosts" kann man bis zu sehn Soldaten freischalten und mit ihnen kämpfen: Und zwar entweder mit Freunden oder mit den eigenen computergesteuerten Trupp-Mitgliedern gegen Bots oder gegen andere Spieler und deren Trupp.

Im Extinction-Modus lautet das Motto nun: Tschüss, Zombies Hallo, Aliens!  Diesmal muss man sich gegen Horden von außerirdischen Biestern verteidigen. Top-Waffe im Kampf gegen die Viecher ist dieses Mal ein Bohrer, den man aber auch noch verteidigen muss. Für Erfolge gibt's Fähigkeitspunkte, die man auf einen Charakter seiner Klasse (Schütze, Panzer, Sanitäter und Ingenieur) oder auf die Primärwaffe verteilt. Vom Geld, das man mit Abschüssen verdient, kann man sich bessere Waffen, Verteidigungs-Hilfen oder sonstige Verstärkungen leisten.

Next-Gen-Versionen

Infinity Ward lässt sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, die neuen Next-Generation-Konsolen, die dieser Tage auf den Markt kommen, zu bedienen. Und so gibt es auch "Ghosts"-Konvertierungen für die neue XBox One von Microsoft sowie für Sonys Playstation 3. Grafisch macht das Spiel auf der neuen Konsolengeneration einen deutlichen Schritt nach vorne.

Fazit

Infinity Ward hat mit "Ghosts" einen Shooter vom Allerfeinsten vorgelegt. Die geniale Kampagne mit Schäferhund Riley (dem heimlichen Star des Spiels) sucht derzeit Ihresgleichen. Auch Multiplayer-Fans werden wieder mit erstklassigen Maps bedient. An diesem Spiel kommen die Freunde der gepflegten Ego-Shooter eigentlich nicht vorbei... 

Erschienen für: XBox 360, Playstation 3, XBox One, Playstation 4 und PC

Preis: 50 bis 70 Euro

Altersfreigabe: Ab 18 Jahren

fro

Rubriklistenbild: © Screenshot: Youtube

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare