Neueste "Battlefield 3"- Erweiterung im Test

Kein Spaziergang: "Armored Kill"

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Eines der neuen Settings in der Erweiterung "Armored Kill": der Kampf in eisigen Höhen.

Die mobile Artillerie speit Feuer, eine F-18 donnert im Tiefflug über die Baumwipfel und vom Gebirgszug rattern schwere Panzer in Richtung Tal. Das neueste Add-On der "Battlefield 3"-Macher trägt den Namen "Armored Kill" und setzt auf martialische Schlachten mit schwerem Gerät auf schier gigantischem Terrain.

Eines vorweg: Freunde von Infanterie-Kämpfen werden von der neuesten Erweiterung wahrscheinlich enttäuscht sein. Selbst ein noch so erfahrener Scharfschütze scheitert schlicht an den großen Entfernungen, verwundet seine Gegner im besten Fall nur leicht.

Die Entfernungen für Fußsoldaten sind enorm, besonders im neuen Spiel-Modus "Panzer-Übermacht". Bei diesen Partien können Infanteristen nämlich nicht bei Squad-Mitgliedern spawnen. Jedes Team fängt in der eigenen Basis an und kann sich, wie der Name schon vermutet lässt, mit gepanzerten Fahrzeugen zum einzigen Flaggen-Punkt aufmachen. Dieser muss eingenommen und gegen die Wellen gegnerischer Angreifer gehalten werden. Wer sich zu Fuß in Richtung Flagge aufmacht, der ist lange unterwegs – zu lang. Mit jedem Schritt schwindet der Spielspaß.

Auf der grünen Wiese: Die neuen Battlefield-Karten machen optisch einiges her.

Auch neu: das AC-130. Das Gunship ist schwer bewaffnet und kreist über dem Kampfgeschehen. Bis zu zwei Spieler können das Ungetüm mit erheblicher Feuerkraft nutzen, um den Gegner in Schach zu halten. Zwar lässt sich das fliegende Metallfass nicht steuern, dennoch verhilft es den Verteidigern im so genannten Rush-Modus zur absoluten Übermacht. Kein Wunder also, dass Entwickler DICE den Schlachtbolzen etwas entschärft hat: verursachter Schaden, vor allem gegen Kampfjets, wurde reduziert, die Spawnzeit angehoben.

Das sind die neuen Fahrzeugklassen in "Armored Kill":

Quad: bestens geeignet, um sehr schnell Strecken zu überwingen.

Gunship: Vortreffliche Feuerunterstützung aus der Luft im Conquest-Modus. Im Rush-Modus avanciert die AC-130 zur Überwaffe. DICE hat sie deshalb etwas entschärft. Zwei Spieler können die Geschützstände einnehmen, außerdem dient das Gunship als Droppunkt für den Spieleinstieg.

Sprut-SD: Leichter aber tödlicher Panzer: Lässt seinen großen Bruder, den M1A2-Kampfpanzer, in Sachen Geschwindigkeit und Wendigkeit alt aussehen.

M1128: Noch wendiger als die schweren Panzer, kann dieses bereifte Gefährt jedoch nicht so viel einstecken.

M142: Mobil und mit totbringenden Raketen auf der Ladefläche – die Artillerie der US-Streitkräfte kann ganze Landstriche verwüsten. Gegen Infanteristen kann sogar ein Flammenwerfer freigeschaltet werden.

BM-23: Das BM-23 ist das russischer Pendant zur US-Artillerie. Beide unterscheiden sich nur optisch. In Puncto Feuerkraft sind sie ebenbürtig.

"Armored Kill" bietet neben zahlreichen neuen Fahrzeugen und dem Spielmodus "Panzer-Übermacht" auch vier neue Battlefield-Karten: grüne Wiesen, verschneite Gebirge, eine Wüstenlandschaft sowie ein Nachteinsatz entlang einer Hauptverkehrsader – riesengroß und schön anzuschauen. Premium-Mitglieder bekamen bereits am 11. September die Möglichtkeit, auf die Inhalte der "Armored Kill"-Erweiterung zuzugreifen, alle anderen mussten bis zum heutigen Dienstag warten.

Fazit

Für mich, der das Spiel in hochgezüchteten Panzern oder schwerbewaffneten Fliegern mag, ist "Armored Kill"eine willkommene Erweiterung. Selbst Spieler, die sich nicht den kostenpflichtigen Premium-Zugang angelegt haben, kommen nun in den Genuss der neuen Karten und Fahrzeuge. Gut für alle "Battlefield 3"-Fans. Freunde der Häuser- und Infanterie-Kämpfe werden aber sicher die Karten und Spielmodi des Hauptspiels oder er Erweiterung "Close Quarters" vorziehen.

Von Michael Koch 

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