Erste Änderung noch in diesem Jahr

Chaos bei Apple? iPhone-Hersteller steigt vermutlich auf neues Ladekabel um

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Das Apple-Logo.

Es wird wieder gemunkelt: Apple könnte seinen iPhones ab 2019 ein ganz neues Ladekabel verpassen, berichtet Digitimes. Erste Änderungen kommen auf die Nutzer aber schon im September zu – und damit auch ein großer Vorteil.

Cupertino - Es wäre nicht das erste Mal, dass Apple sein Ladekabel umstellt. Bereits 2012 mussten die Nutzer sich umgewöhnen: Mit dem iPhone 5 wurde aus dem länglichen 30-Pin-Anschluss eine Lightning-Schnittstelle. Zum Ärger der Kunden, denn die mussten sich die passenden Adapter kaufen – für viel Geld.

Nun könnte das nächste Chaos bevorstehen. Ab 2019 will der Großkonzern angeblich eine Änderung einführen und auf den USB-C-Anschluss umsteigen. Der wird derzeit schon an den neuen MacBooks genutzt.

  • 2007: 30-Pin, auch 30-poliger Anschluss, mit dem ersten iPhone
  • 2012: Lightning-Schnittstelle seit dem iPhone 5
  • 2017: Qi-Standard ermöglicht kabelloses Laden seit iPhone 8
  • 2019: USB-C-Anschluss 

Neue iPhones im September: Das wird mit dabei sein

Die Gerüchteküche zu der neuen Umstellung brodelt derzeit ordentlich. Schon länger wird auf dem Smartphone-Markt spekuliert, dass Apple auf den USB-Anschluss umsteigen könnte. Die Nachrichtenseite Digitimes mit Sitz in Taiwan hat Informationen von anonymen Quellen veröffentlicht, dass die Neuerung sehr wahrscheinlich eintritt – aber erst 2019. 

Denn Apple sei aktuell in einer „Redesign“-Phase und damit noch gar nicht in der Lage, seine nächsten iPhones mit der neuen Technologie auszurüsten. Kein Wunder also, dass bei der Keynote in San José Anfang Juni über dieses Thema kein Wort verloren wurde.

Die nächste Serie erscheint im September, dann werden wohl das iPhone SE2, iPhone X Plus und iPhone XS vorgestellt. Die werden noch mit der Lightning-Schnittstelle erscheinen. Allerdings wird Apple wohl ein 18-Watt-Netzteil inklusive eines „USB‑C auf Lightning“-Kabels in die Pakete packen. 

USB-C: Diese Vorteile hat die Ladetechnik gegenüber der Lightning-Schnittstelle

Der Umstieg hat vor allem einen Grund: Mit USB-C lässt sich das iPhone wesentlich schneller laden. Würde Apple komplett umsteigen, wären die Geräte auch wieder gewissermaßen einheitlich. Schließlich wird auch bei den MacBooks der neue Anschluss genutzt. Noch dazu könnten iOS-User ihre Ladekabel auch endlich mit Android-Nutzern austauschen. Das war bislang nicht möglich.

Bis zur großen Veränderung im nächsten Jahr, falls sie überhaupt eintritt, müssen die Nutzer der aktuellen und ab September neuen iPhones zum schnelleren Laden aber noch auf die Adapter zurückgreifen. Danach könnte die Umstellung für eine bestimmte Gruppen zum Problem werden: Da Apple seit dem iPhone 7 auf die Klinkenbuchse verzichtet, müssen Nutzer von Kopfhörern sich einen neuen Adapter kaufen. 

Neuer Trend: Ziehen andere Hersteller mit?

Die Quelle von Digitimes hält es aber durchaus für möglich, dass Apple mit dem Wechsel einen neuen Trend setzen könnte. Dann würden auch andere Hersteller auf den USB-Anschluss umsteigen. Damit bräuchten dann alle User das gleichen Ladekabel.

Fraglich ist allerdings, ob sich eine hitzige Diskussion über das Thema überhaupt lohnt. Denn langfristig will Apple sein Laden mit dem Qi-Standard ausbauen und ganz auf Kabel verzichten.

lf

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