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John Grisham „Heimkehr“: Drei Kurzromane in einem Band – der Justizthriller ist zurück

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Von: Sven Trautwein

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Wenn sich ein Autor mit dem amerikanischen Justizsystem auskennt, dann ist es John Grisham. Mit Kritik daran spart er auch in Romanen nicht. Mein Buchtipp.

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Ob Steuerhinterziehung, korrupte Politiker oder die ungerechte Todesstrafe. All diese Themen behandelt John Grisham gekonnt in seinen Justizthrillern. Auch wenn die „Heimkehr“ drei Kurzromane beinhaltet, sind sie doch ein tiefer und typischer Blick in das amerikanische Rechtssystem. Spannend und abwechslungsreich.

John Grisham „Die Heimkehr“: Über das Buch

Cover zu „Die Heimkehr“ von John Grisham
John Grisham „Die Heimkehr“ © Heyne

John Grisham „Die Heimkehr“: Das sagt der Klappentext

Jake Brigance erreicht der Hilferuf eines alten Freundes: Mack Stafford ist vor Jahren mit viel veruntreutem Geld untergetaucht. Nun will er mit Jakes Unterstützung heimkehren. Aber dann läuft alles anders als geplant. Seit vierzehn Jahren sitzt Cody in der Todeszelle, und an diesem Tag soll das Urteil vollstreckt werden. Doch er hat noch einen letzten Wunsch. Zwei verfeindete Brüder und Anwälte wollen einen krummen Deal drehen, um ihren Vater zu ruinieren – mit verhängnisvollen Folgen.

Heyne

Zwei alte Bekannte, Harry Rex und Jake Brigance tauchen in der ersten Geschichte „Die Heimkehr“ auf. Jake wird von einem ehemaligen Anwaltskollegen kontaktiert, der vor einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Im Gepäck: eine große Summe Bargeld, das eigentlich seinen Mandanten zustand. Doch das Gewissen siegt, und er würde gerne in die alte Heimat zurückkehren. Doch hier hat er die Rechnungen ohne alte Bekannte gemacht. Einige Überraschungen warten auf ihn.

Cody Wallace ist 29 Jahre alt und Insasse des Todestrakts. Seine letzten drei Stunden sind in der Geschichte „Erdbeermond“ angebrochen. Er führt letzte Gespräche, wartet auf seine Henkersmahlzeit und hofft, dass sein letzter Wunsch in Erfüllung geht.
Kritisch hat sich Grisham auch in anderen Romanen mit der Todesstrafe auseinandergesetzt, die er verurteilt.

In „Sparringspartner“ geht es um die Kanzlei Malloy & Malloy, die von zwei Brüdern geführt wird, die sich auf den Tod nicht leiden können. Sie sind sich spinnefeind. Der einzige gemeinsame Nenner ist das Geld. Dominiert dieses Thema, ziehen sie an einem Strang. Grisham läuft hier zur Höchstform auf, wie Fans ihn kennen. Ob Steuerhinterziehung, Betrug, politische Korruption. Von allem ist etwas dabei.

Die drei Geschichten zeigen, dass John Grisham ein Meister des Erzählens ist. Als gelernter Rechtsanwalt kennt er das amerikanische Justizsystem wie seine Westentasche. Die Lücken und Ungerechtigkeiten hat er seit Jahren in seinen Romanen verarbeitet.

John Grishams Justizromane im Überblick

John Grisham „Die Heimkehr“: Mein Fazit

John Grisham gilt als der Großmeister der Justizthriller. Dies hat er in seinen zahlreichen Romanen bewiesen. Mit „Die Heimkehr“ legt er drei lesenswerte Kurzromane in einem Band vor. Diese sind spannend und klar aufgebaut, wie man es von Grisham gewohnt ist. Mit dem Buch lässt sich problemlos die Wartezeit auf seinen angekündigten Roman im Frühjahr vertreiben.

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John Grisham „Die Heimkehr“

Originaltitel „Sparring Partners“, aus dem Amerikanischen von Bea Reiter, Kristiana Dorn-Ruhl, Imke Walsh-Araya

2022, Heyne ISBN-13 978-3-453-27412-9

Preis: Hardcover 22 €, E-Book 15,99 €, 384 Seiten (abweichend vom Format) – Jetzt kaufen (werblicher Link)

John Grisham

John Grisham ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Seine Romane sind ausnahmslos Bestseller. Zudem hat er ein Sachbuch, einen Erzählband und Jugendbücher veröffentlicht. Seine Werke werden in fünfundvierzig Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

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