Regelmäßig kontrollieren

Zahnriemen wechseln: Wenn Sie es vergessen, kann es teuer werden

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Der Zahnriemen ist ein sensibler und wichtiger Teil Ihres Motors. Zahnriemen wechseln ist daher regelmäßig erforderlich.

Motorschaden: Dieses Wort treibt jedem Autofahrer den Angstschweiß auf die Stirn, denn das heißt in vielen Fällen Totalschaden. Halten Sie den Motor Ihres Autos in Schuss, besonders den Zahnriemen.

Der Zahnriemen treibt die Nockenwellen Ihres Autos an und ist eine Alternative zur Steuerkette. Er hat viele Vorteile:

  • Er verursacht weniger Geräusche.
  • Er ist leichter und ermöglicht so eine höhere Drehzahl.
  • Er ist leicht auszutauschen und zu kontrollieren, da er außerhalb des Motors angebracht ist.
  • Er muss nicht geschmiert werden.
  • Er verursacht geringere Anschaffungskosten.

Der Zahnriemen hat aber auch Nachteile:

  • Er verschleißt schneller, da er selbstschmierend ist.
  • Er kann plötzlich reißen.
  • Er muss regelmäßig überprüft werden.
  • Er verursacht höhere Wartungskosten.

So oft müssen Sie den Zahnriemen wechseln

Die höheren Wartungskosten ergeben sich aus dem regelmäßigen Wechsel, der erforderlich ist. Je nach Modell muss der Zahnriemen im Zeitraum zwischen 60.000 bis 120.000 Kilometern beziehungsweise sechs Jahren gewechselt werden. Werten Sie dies aber nur als einen unverbindlichen Vorschlag des Herstellers. Wann es tatsächlich Zeit ist, den Zahnriemen zu wechseln, hängt zusätzlich von verschiedenen Faktoren ab wie

  • Laufleistung,
  • Alter,
  • langen Standzeiten (bei Saisonfahrzeugen wie Wohnmobilen oder Cabrios)
  • oder auch starken Temperaturschwankungen.

Zahnriemen wechseln: So wird’s gemacht

Sie haben Schraubererfahrung und trauen sich auch umfangreichere Arbeiten am Motor Ihres Fahrzeuges zu? Dann können Sie selbst den Zahnriemen wechseln. Je nach Hersteller und Alter Ihres Autos kann sich ein Wechsel allerdings schwierig gestalten und eine Werkstatt muss ran. Hier wird die Vorderseite des Autos demontiert, in ganz schwierigen Fällen muss der komplette Motor ausgebaut werden. Im Zuge des Zahnriemenwechsels werden in der Regel auch gleich ein paar andere Teile erneuert. Der Mechaniker tauscht die Spann- und Umlenkrollen aus, wechselt die Wasserpumpe und kontrolliert die Dichtungen.

Zahnriemenwechsel verpasst, was nun?

Vernachlässigen Sie Ihre Aufgabe, den Zahnriemen regelmäßig zu warten und zu wechseln, kann es dazu kommen, dass er durchrutscht oder reißt. Auch ein Montagefehler oder zu viel Öl machen dem Zahnriemen den Garaus. In diesem Fall schlägt mindestens ein Ventil am Kolben an, die Nockenwelle wird beschädigt und ein Motorschaden ist unvermeidlich. Ein Zahnriemenriss macht sich durch einen Ruck beim Beschleunigen bemerkbar, gefolgt von einem metallischen Anschlagen im Motorraum. Handeln Sie in so einem Fall sofort:

  1. Motor abschalten: Häufig wird empfohlen, den Motor nach einer kurzen Pause noch mal zu starten, um „sicherzugehen“, dass wirklich der Zahnriemen das Problem ist. Vermeiden Sie das unbedingt, da dann die geöffneten Ventile erneut mit dem Kolben zusammenschlagen und noch mehr Schaden verursachen.
  2. Wagen abschleppen lassen: Da Ihr Auto nicht mehr startet, müssen Sie ein Abschleppunternehmen verständigen oder es privat zur nächsten Werkstatt schleppen lassen.
  3. Motor reparieren oder tauschen: Je nach Schwere der Schäden entscheiden die Mechaniker in der Werkstatt, ob es ausreicht, den Motor reparieren zu lassen. In der Regel muss der Motor allerdings getauscht werden. Lohnt sich diese Investition nicht mehr, bleibt nur der letzte Weg zum Schrottplatz. Lassen Sie sich also vorher einen Kostenvoranschlag von der Werkstatt machen.

Ersparen Sie sich den Ärger und die hohen Kosten. Kontrollieren und wechseln Sie den Zahnriemen Ihres Autos regelmäßig.

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