Mittelklasse-SUV

Wie lange ist auf den Nissan X-Trail Verlass?

Nissan X-Trail
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Japanischer Geländewagen: Die dritte Generation ist seit 2014 auf dem Markt und bekam 2017 eine Überarbeitung.

Über die Jahre hat sich der X-Trail vom rustikalen Geländegänger immer mehr in Richtung SUV entwickelt, das nicht nur abseits der Straßen gefallen will. Wie schlägt sich die dritte Generation?

Berlin (dpa/tmn) - Der Nissan X-Trail zählt zu den Mittelklasse-SUVs. Und er hat, wie viele ältere Vertreter seiner Klasse, eine äußere und innere Wandlung durchgemacht.

Die Erstauflage entsprach optisch noch Vorstellungen eines Geländewagens, die neueste Auflage ist deutlich runder und hat an Geländetalenten eingebüßt. Bei der Hauptuntersuchung (HU) macht der X-Trail, den es als Allradmodell und Fronttriebler gibt, keine sehr gute Figur.

Modellhistorie: Die Erstauflage stammt von 2001, die zweite von 2007. Die hier betrachtete Generation Nummer drei rückte 2014 nach. Zum Facelift 2017 gab es innere und äußere Kosmetik.

Karosserievarianten: Der X-Trail ist ein fünftüriges SUV mit viel Bodenfreiheit, Varianten gibt es nicht.

Abmessungen (laut ADAC): 4,64 m bis 4,69 m x 1,82 m bis 1,83 m x 1,71 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 550 l bis 1982 l.

Stärken: Fünf Personen mit Gepäck transportieren und das gegenüber dem Vorgänger komfortabler. Laut „Auto Bild Tüv Report 2021“ schneiden Dämpfer und Antriebswellen bei der HU gut ab; gute Noten auch für die Rückleuchten, die Bremsleitungen und die Bremsschläuche. Keine Probleme verursacht auch der Auspuff.

Schwächen: Schon bei der ersten HU sorgen die Bremsscheiben für erhöhte Mängelquoten, auch Ölverlust tritt zu häufig auf. Bei der zweiten Untersuchung schneidet die Achsaufhängung mit anderen Fahrzeuge der Klasse verglichen schlecht ab. Lenkgelenke kassieren ebenfalls schon dann überdurchschnittlich hohe Quoten; ebenso die vordere Beleuchtung, im Speziellen das Abblendlicht.

Pannenverhalten: In der Pannenstatistik des ADAC landet der X-Trail im Mittelfeld und auf „guten“ Plätzen weiter vorn. Einziger Pannenschwerpunkt: die Batterie bei Fahrzeugen mit Erstzulassung in den Jahren 2015 und 2016.

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 116 kW/158 PS bis 120 kW/163 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 96 kW/130 PS bis 130 kW/176 PS.

Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- X-Trail 1.6 DIG-T Visia 4x2 (2015); 120 kW/163 PS (Vierzylinder); 102 000 Kilometer; 10.500 Euro.
- X-Trail 1.6 dCi Tekna 4x4 (2016); 96 kW/130 PS (Vierzylinder); 101 000 Kilometer; 16.700 Euro.
- X-Trail 2.0 dCi Acenta 4x4 (2017); 130 kW/176 PS (Sechszylinder); 82 000 Kilometer; 16.350 Euro.

© dpa-infocom, dpa:210426-99-359296/4

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