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Unter der Haube dieses Porsche 911 schlummert ein echtes Monster

Der Porsche 911 gehört zu den bekanntesten Autos der Welt.
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Der Porsche 911 gehört zu den bekanntesten Autos der Welt.

Auf dem diesjährigen Goodwood Festival of Speed zeigte sich ein ganz besonderer Porsche. Der Sportwagen soll aber nicht der einzige seiner Art bleiben.

Der 911er gehört zu den legendärsten Modellen von Porsche, an dem eigentlich nicht viel geändert werden muss. Das wissen auch die Zuffenhausener, die jede neue Generation nur behutsam überarbeiten. Daran hält sich die britische Firma Lanzante nicht unbedingt.

Tuning-Extrem: Porsche 911 fährt mit Formel-1-Motor

Auf dem Goodwood Festival of Speed präsentierten die Experten für die Restauration alter Fahrzeuge einen ganz speziellen Porsche 911. Neben Änderungen an der Karosserie verbauten die Profis einen neuen Motor – aber nicht irgendeinen.

Angetrieben wird der Porsche von einem Formel-1-Motor. Lanzante konnte sich elf Antriebseinheiten des Herstellers TAG sichern. Diese wurden in den 80er Jahren von McLaren eingesetzt. Die gekauften Aggregate lagen aber nicht nur in irgendeinem Lager in den vergangenen Jahrzehnten.

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Tuner müssen Leistung des Motors reduzieren

Die Motoren wurden alle bei Formel-1-Rennen eingesetzt. Insgesamt 68 Rennen bestritten die Einheiten und erzielten dabei 26 Siege zwischen den Jahren 1984 bis 1987. Damals brachten sie rund 750 PS auf die Straße. Für den Einsatz im Porsche 911 beschränkte Lanzante die Leistung auf "nur" 503 PS. Die Drehzahl des Motors liegt aber immer noch bei 9.000 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei etwa 320 km/h liegen.

Die Standard-Motorhaube wurde durch eine aus Karbonfaser ersetzt und die Türen durch Aluminium-Ersatzteile. Nach den Umbauten bringt der Porsche 911 rund 1.100 Kilogramm auf die Waage. Ein Einzelstück soll der Sportwagen aber nicht bleiben. Die restlichen zehn Motoren sollen laut Lanzante ebenfalls verbaut werden.

Goodwood Festival of Speed

Das Goodwood Festival of Speed findet seit 1993 jeden Sommer auf dem Anwesen von Charles Gordon-Lennox in West Sussex statt. Es ist eine der größten und legendärsten Auto-Garten-Partys. In jedem Jahr treten historische und moderne Rennautos sowie berühmte Rennfahrer an, um dem Motorsport zu huldigen.

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Festival of Speed: Zum Jubiläum gibt's heiße Flitzer und legendäre Sportwagen

Beim legendären Pikes Peak hat der vollelektrische VW I.D R Pikes Peak bereits einen Rekord aufgestellt. Selbstverständlich also, dass der Flitzer auch beim Goodwood Festival of Speed die Bergstrecke in Angriff nimmt. Fahrer Romain Dumas schaffte die rund 1,86 Kilometer in sagenhaften 43,86 Sekunden. Die drittschnellste Zeit in der 25-jährigen Geschichte von Goodwood.
Aber Dumas im VW war nicht der einzige, der sich in die Geschichtsbücher von Goodwood eingetragen hat. Denn dieses Auto ist was Besonderes. Das Robocar hat keinen Fahrer und hat sich der Bergstraße trotzdem angenommen – mit Erfolg. Es ist das erste fahrerlose Auto, das die Strecke bewältigt hat.
Neben der Zukunft war auch die Vergangenheit des Motorsports beim Goodwood Festival of Speed 2018 zu bewundern. Hier im Bild: Der Mercedes-Benz T80. Mit unglaublichen 3.000 PS und einer theoretischen Höchstgeschwindigkeit von rund 756 km/h sollte der Flitzer 1940 den Weltrekord als schnellstes Landfahrzeug brechen. Dazu kam es aber nie, weil ein Jahr vorher der Zweite Weltkrieg ausbrach.
Wo Mercedes ist, darf Porsche nicht fehlen. Auch die Zuffenhausener haben im Archiv gekramt und einen legendären Renner nach Goodwood geschickt. Dieser Porsche 804 wurde nur für die Formel 1 entworfen.
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