Opel Adam

Ein Typ mit Charakter

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Für Individualisten: Rund 30.000 Möglichkeiten gibt es, um sich seinen ganz persönlichen Adam zusammenzustellen.

Und Opel erschuf den Adam … Der allerdings wird Äddam ausgesprochen, trägt er doch zur Hälfte amerikanische Gene in sich. Was will er sein?

Ein Cityflitzer für Individualisten: rund 30.000 verschiedene Gestaltungsvarianten sollen laut Opel möglich sein. Dreitürig, bei Bedarf schrillbunt und – der Blick ins farbenfrohe Cockpit lässt uns das vermuten – eine günstige Alternative für Minifans. Wir durften den Charaktertyp testen.

Flirtfaktor: Der Dachhimmel lässt sich mit LEDs in einen Sternenhimmel verwandeln.

Als Erstes fällt hier auf: Der Adam ist tatsächlich ein Styleprotz. Selbstbewusst steht er da, hat eine markante Bügelfalte vorn und ein optisch fast schwebendes Dach. Dieser Auftritt dürfte so manche Eva anlocken. Wenn die Liebe über den Anblick des Autos dann richtig eingeschlagen hat, wird man sich allerdings vom Adam wieder trennen müssen. Denn so großzügig die vorderen Plätze zur Fahrt zu zweit einladen, hinten dürften kleine Adams und Evas nur mit Mühe Platz finden. Zudem fällt der Einstieg ins Fond nicht ganz so leicht. Der Kofferraum erinnert an ein kleines, schmales Loch und fällt größenmäßig eher übersichtlich aus – ein Wochenendeinkauf für die Liebste und den Nachwuchs geht hier beim besten Willen nicht hinein. Erstes Fazit also: Der Adam ist für Singles und Paare super, für Familien aber leider keine Option.

Opel Adam 1.4

Leistung: 87 PS
Höchstgeschw.: 176 km/h
0 auf 100 km/h: 12,3 Sek.
Hubraum: 1398 ccm
Max. Drehmoment: 130 Nm bei 4000 U/min
Verbrauch EU Drittelmix: 5,5 l/100 km (Herstellerangabe)
Tankinhalt: 38 Liter
Kofferraumvolumen: 170–663 l
Basispreis: 14.250 Euro
Testwagen: 15.495 Euro

Also Motor an und losgedüst. Doch was heißt schon losgedüst: Das Getriebe kommt doch eher unauffällig daher. Seine Beschleunigung erinnert eher an einen langen, ruhigen Fluss denn an einen (mit-)reißenden Strom. Unser Testgefährt, Modell Slam, hat zwar recht ordentliche 87 Pferdestärken, die sich aber dezent irgendwo vor oder unter dem sehr langen Armaturenbrett verstecken. Die Schaltwege sind angenehm kurz, bei 60 km/h ist man längst im fünften Gang angekommen. Dementsprechend lang braucht man aber leider auch, um die Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h zu erreichen.

Dafür liegt der Adam ganz unaufgeregt auf der Straße, die Innengeräusche sind angenehm gedämpft. Weniger aber der Durst: Wir müssen schlucken bei fast sieben Liter auf 100 Kilometer. Und ein Schnäppchen ist der tolle Hecht, pardon Adam, auch nicht gerade: Unser Testmodell kostet 15.495 Euro.

Fazit

Der Adam gibt im Segment der Kleinstwagen einen durchaus gelungenen Auftritt ab. Aufgrund seines Raumangebots ist er eher ein Singleauto. Die Fahrleistungen sind in Ordnung. Wir empfinden Preis und Verbrauch aber als zu hoch.

Das ist der Opel Adam

Erste Fotos: Das ist der neue Opel Adam

M.B.

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